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Rezension 2022

Rezension Im Auge des Zebras von Vincent Kliesch

Kommisarin Olivia Bergmann, vom LKA Berlin, ist die Ermittlerin einiger unglaublichen EntfĂŒhrungs- & MordfĂ€lle. Mehrere Jugendliche werden an verschiedenen Orten in Deutschland entfĂŒhrt & deren Eltern kurz darauf ermordet. Neueste Ermittlungen ergaben, dass die Taten von ein und der selben Person durchgefĂŒhrt wurden. Wie soll das möglich sein? Um diese FĂ€lle aufklĂ€ren zu können, bittet Olivia ihren Mentor Severin Boesherz sowie Esther Wardy um deren UnterstĂŒtzung.

Olivia Holzmann steht mit diesem Fall scheinbar vor einem unlöslich scheinenden RÀtsel. Durch die vorherigen FÀlle von Severin Boesherz scheint mir dieser sich zu einem Alter Ego von Vincent Kliesch entwickelt zu haben.

Olivia Holzmann wird zwar durch ihren Mentoren Severin Boesherz auf dem Weg ins Ungewisse begleitet, aber scheinbar nicht vollkommen von ihm unterstĂŒtzt. Sie bittet auch Esther Wardy um UnterstĂŒtzung. Kann diese ihr bei den Ermittlungen helfen?

Im Auge des Zebras ist nicht nur ein charakteristischer Thriller von Vincent Kliesch, sondern auch ein ausgezeichneter und fulminanter Auftakt einer neuen Reihe. Im Auge des Zebras besticht durch seinen raffinierten Plot, außergewöhnliche Protagonisten sowie eine Auflösung, mit der man definitiv nicht rechnet.

Ich bedanke mich beim Droemer Knaur Verlag fĂŒr die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und beim Sebastian Fitzek Fanshop
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Interview mit Sebastian Fitzek

Interview mit Sebastian Fitzek

Copyright Marcus Höhn

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor. Seit seinem DebĂŒt Die Therapie (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile erscheinen seine BĂŒcher in 36 LĂ€ndern und sind Vorlage fĂŒr internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem EuropĂ€ischen Preis fĂŒr Krimialliteratur und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der UniversitĂ€t Koblenz-Landau geehrt. Sebastian Fitzek lebt in Berlin (Quelle Vita Droemer Knaur Verlag)

1. Wird es eine Fortsetzung von Der Augensammler bzw. Der AugenjÀger geben?

Eine sehr gute Frage, denn tatsĂ€chlich erscheint am 27. Oktober „Playlist“ und darin gibt es ein Wiederlesen (oder auch Wiederhören) mit Alina Gregoriev und Alexander Zorbach, den beiden Hauptfiguren als „Der Augensammler“ und „Der AugenjĂ€ger“. Es ist ein völlig eigenstĂ€ndiger Psychothriller, aber einige noch offenen Fragen aus den ersten beiden BĂ€nden werden hier geklĂ€rt, so dass man auch sagen könnte, dass mit „Playlist“ endlich der Abschluss der Augensammler-Trilogie gekommen ist.

2. Wie bist du auf die Idee zu Der erste letzte Tag – Kein Thriller gekommen?

Ich hatte schon vor einigen Jahren die Grundidee, als ich in einem Flugzeug saß, und von meinem Fensterplatz aus sah, wie ein aufgeplatzter Koffer auf dem Förderband in den Untiefen des Flugzeugbauchs verschwand. Ich stellte mir die Frage, was ich wohl jetzt machen wĂŒrde, wĂ€re ich der Besitzer dieses Koffers, so wie Livius im ersten Kapitel. In Berlin angekommen, setzte mich an den Schreibtisch, um ein GespĂŒr fĂŒr diese Idee zu bekommen und merkte sehr schnell, das wird diesmal eher etwas Lustiges. ZunĂ€chst  fand ich keinen weiteren Zugang zu der Idee. Im Lockdown spĂŒrte ich dann, dass es an der Zeit wĂ€re, den Real-Time-Thriller, in dem wir alle leben, mit etwas Lustigem zu durchbrechen. Und so setzte ich mich wieder an die Arbeit und schrieb mich mit „Der erste letzte Tag“ regelrecht in einen Rausch.

3. Wird deine geplante Aktion zu deinem Thriller Der Heimweg noch nachgeholt?

Leider nein. Coronabedingt wurde die so hĂ€ufig verschoben, dass mittlerweile jetzt schon neue BĂŒcher herausgekommen sind und diese Aktion ĂŒberhaupt nicht mehr aktuell ist. Ich verspreche aber, dass ich -sobald es wieder möglich ist- der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern auch auf ungewöhnlichen Wegen wieder stattfinden wird.

4. Wie sah deine Zusammenarbeit mit Vincent Kliesch bei der Auris Reihe aus?

DarĂŒber könnte man einen eigenstĂ€ndigen Roman schreiben, denn wir haben ĂŒber all die Jahre hinweg jetzt so viel Zeit miteinander verbracht, dass es mir schwer fĂ€llt, unsere Arbeit in einem einzigen (Ab-)Satz zusammenzufassen. Auf jeden Fall haben wir jede Menge Kaffee und Schokolade bei den gemeinsamen Brainstorming-Sessions verbraucht. Geschrieben hat Vincent die Romane eigenstĂ€ndig, hier habe ich nicht versucht, seinen eigenen, wie ich finde tollen Stil, zu verwĂ€ssern.

5. Worum wird es in Playlist gehen?

In „Playlist“ geht es um Feline, ein verschwundenes 15-jĂ€hriges MĂ€dchen. Niemand weiß, was mit ihr geschehen ist. Doch dann taucht plötzlich eine von ihr verĂ€nderte Playlist im Netz auf. Und der verzweifelt suchenden Mutter stellt sich die Frage: Will ihre Tochter mit der Auswahl der Songs einen Hinweis auf ihr Schicksal geben? Kann Feline mit Hilfe der Playlist gerettet werden?

Ich bedanke mich recht herzlich bei Sebastian Fitzek fĂŒr die Beantwortung meiner Fragen.