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Lesemonat Rezension

Rezension Die Karte von Andreas Winkelmann

Copyright Cover Rowohlt Taschenbuch Verlag

Buchbeschreibung: Er gehört zu deinem Training wie die Schuhe und der Soundtrack. Dein Fitness Tracker, der deine Laufstrecke online teilt. Jeder weiĂź, wo du warst – und wieder sein wirst. Doch damit inspirierst du jemanden zu einem ganz besonderen Kunstwerk, den du besser nicht auf dich aufmerksam gemacht hättest.

Er trackt deine Initialen in eine digitale Karte. Sein Zeichen, dass du die Nächste sein wirst…

Lauf, so schnell du kannst – es wird dir nichts nĂĽtzen. Er erwartet dich.

Andreas Winkelmann schafft es immer wieder, mit aussergewöhnlichen Ideen alltägliche Situationen in Horrorszenarien zu verwandeln.

Den Beginn gestaltet Andreas Winkelmann mit einigen grausamen Taten, welche einige Fragen aufwerfen. Wie stehen ein ausgestochenes Auge, die Leiche einer Joggerin und ein abgeschnittener Unterschenkel im Zusammenhang?

Diese Fragen stellen sich auch die Ermittler Kerner und Oswald. Bei ihren Ermittlungen geht das Rätselraten immer wieder in eine neue Runde. Da die Joggerin getötet wurde, weil sie ihre Laufstrecke auf Instagram geteilt hat. Im weiteren Verlauf ihrer Ermittlungen werden weitere Mitglieder dieser Laufgruppe ermordet, alle sind weiblich.

Nicht nur die Ereignisse überschlagen sich, sondern auch der Täter kommt immer mal wieder selbst zu Wort. Dieses Buch war das erste, welches ich von Andreas Winkelmann gelesen habe. Da mir Die Karte ausgesprochen gut gefallen hat, werden sicherlich weitere von Andreas Winkelmann folgen. Dieser Thriller hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, denn Die Karte verspricht spannende Einblicke in die Abgründe der Seele des Wiederholungstäters.

Zum Autor: Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.

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Cover Monday 2021 Lesemonat

Cover Monday Die Karte von Andreas Winkelmann

  • Taschenbuch
  • Seitenzahl 384
  • Erscheinungsdatum 15.06.2021
  • Sprache Deutsch
  • Verlag Rowohlt Taschenbuch
  • ISBN 978-3-499-00040-9
Copyright Cover Rowohlt Taschenbuch Verlag

Covertext:

Dein Fitness Tracker gehört zu deinem Training wie die Schuhe. Er teilt deine Laufstrecke online. Jeder weiß, wo du gewesen bist.

Doch damit hast du jemanden zu einem ganz besonderen Kunstwerk inspiriert. Er trackt deine Initialen in eine digitale Karte. Sein Zeichen, das du die Nächste sein wirst…

Der neue Thriller des Bestsellerautors Andreas Winkelmann.

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Lesemonat

Mein Lesemonat Juli 2021

Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig 320 Seiten Zu lesen begonnen am 3. Juli, beendet am 6. Juli 2021.

Das Kind in mir will achtsam morden von Karsten Dusse 480 Seiten Zu lesen begonnen am 7. Juli 2021, beendet am 29. Juli 2021.

Professioneller Leser

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Cover Monday 2021

Cover Monday Bestseller Autor Sebastian Fitzek und Top-KĂĽnstler*innen veröffentlichen „Playlist“ eine einzigartige Verbindung aus Musik und Text

Sebastian Fitzek, seit fĂĽnf Jahren in Folge der erfolgreichste Autor Deutschlands, geht mit seinen BĂĽchern immer wieder ungewöhnliche Wege. So auch mit seinem neuen Thriller „Playlist“, der am 27. Oktober 2021 erscheint.

Copyright Maximilian Bayer

Der Roman wird durch eine eigene Playlist getragen, auf der sich 15 exklusive und noch unveröffentlichte Songs von hochkarätigen und namhaften Musikkünstler*innen befinden. Den Anfang macht dabei niemand anderes als der King of Rap: Kool Savas!

Copyright Maximilian Bayer

Die 15-jaehrige Feline Jagow verschwindet auf ihrem Weg zur Schule spurlos. Von ihrer Mutter beauftragt, stößt Alexander Zorbach auf einen Musikdienst im Internet über den das Mädchen seine Lieblinge hörte. Das Erstaunliche: Die Playlist wurde nach Felines Verschwinden geändert. Was heißt das? Sendet Feline mit der neuen Songauswahl einen versteckten Hinweis, wohin sie verschleppt wurde und wie sie gerettet werden kann?

Die Playlist zu „Playlist“, 15 Songs entscheiden ĂĽber Leben oder Tod…

„Playlist“ lässt Fiktion und Realität verschmelzen, ebenso wie Story und Musik. Die Leser*innen werden zu Hörer*innen, die Hörer*innen zu Leser*innen und damit Teil des Thrills. Die Songs der KĂĽnstler*innen werden dabei direkt von Sebastian Fitzeks Rahmenhandlung beeinflusst und haben im Umkehrschluss Einfluss auf die Story. All das macht „Playlist“ zu einem noch nie dagewesenen Projekt, das Musik und Text auf völlig neue Weise zusammenbringt.

„Im Zentrum des Psychothrillers steht die Urangst des Menschen, nicht mehr zwischen Wahn und Wirklichkeit unterscheiden zu können: Wie viel von dem, was wir im Leben sinnlich wahrnehmen ist real, wie viel davon Einbildung? Der Real-Fiktion-Thriller macht diese Frage so erlebbar wie nie zuvor“, sagt Fitzek.

Der neue groĂźe Thriller des Bestsellerautors bringt das Böse zum Klingen – und ist ausserdem ein Wiedersehen mit Alina Gregoriev und Alexander Zorbach aus den Augen-Thrillern „Augenjäger“ und Augensammler“.

„Man sagt mir ja eine gewisse Phantasie nach, aber das dieses Projekt am Ende so fantastische AusmaĂźe annehmen wĂĽrde, hätte ich mir selbst in meinen kĂĽhnsten Träumen nicht vorstellen können. 15 Stars der nationalen und internationalen Musikszene haben den SchlĂĽsselinhalt meines neuen Psychothrillers real und „Playlist“ damit zu meinem bislang aussergewöhnlichsten Buchprojekt werden lassen.“ Sebastian Fitzek

Die Kooperationspartner von Sebastian Fitzek sind:

Sebastian Fitzek/Droemer Knaur/Sony Music Entertainment/MOKOH Music/Raschke Entertainment/Rabow PR/AVA International/Argon/Audible

Bibliographische Angaben:

Gebunden mit Schutzumschlag/400 Seiten/ISBN:978-3-426-28156-7/22,99 € eBook: ISBN:978-3-426-43984-5/14,99 €

Erscheinungstermin: 27. Oktober 2021

Auch als Hörbuch bei Argon und Audible ab 27. Oktober erhältlich.

Die Playlist zu „Playlist“ erscheint am 22. Oktober als Album und Premium Edition, Download und Stream. Zudem ab 26. November auch auf Vinyl und als Hörspiel.

Pressemitteilung 30. Juli 2021 Verlagsgruppe Droemer Knaur (unbezahlte Kooperation)

Presse-Kontakt Patricia Kessler Teamleitung Presse Knaur Bellestrik HC/TB
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52 Worte 52 Geschichten

Challenge 52 Worte 52 Geschichten #Nacht

Um Mitternacht hatte es angefangen zu schneien. Der Schnee fiel schon bald so dicht, das er die ganze Landschaft bedeckte. Vor dem Haus in weiter Ferne, zwei Fenster warfen einen geheimnisvollen Schein, aber aus dem Kamin stieg kein Rauch in den Himmel auf. Wolkenverhangen bahnte sich der Vollmond einen Weg und beleuchtete die geheimnisvolle Landschaft. Und nebelverhangen tauchten Gestalten wie aus längst vergangenen Zeiten auf. Handelte es sich um einsame Wanderer, deren Seelen keine Ruhe fanden?

Eine mysteriöse Figur, einer Vogelscheuche mit Schlapphut nicht unähnlich, kämpfte vergeblich gegen den stetig fallenden Schnee an. Nun schneite es heftiger als zuvor, ein regelrechter Schneesturm. Auch der Schwarm der Krähen hatte seinen Kampf aufgegeben und alles war nicht zu unterscheiden vom Weiss des fallenden Schnees. Vergeblich stemmten sie sich gegen den orkanartigen Wind.

Der Schnee fiel weiterhin unaufhörlich. Sein warmer Mantel war schon bald schneebedeckt und die Nässe drang durch seine gefütterten Lederstiefel. Es war leichter vorwärts zu kommen, als er geglaubt hatte. Der Schnee lag zwar sehr hoch, aber der Weg führte ihn immer weiter.

Bis zu dem Punkt, an dem er einen vergeblichen Kampf gegen den stetig fallenden Schnee fĂĽhrte. „Ich liebe Schnee“, sagte er zu sich selbst. Der Schnee schwebte nun nur noch in kleinen Flocken vom Himmel.

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Lesemonat

Wie steht ihr zu dem Thema (Auto-) Biographien

Quelle Pexels

Eine Autobiographie ist die Beschreibung der eigenen Lebensgeschichte oder von Abschnitten derselben aus der Retroperspektive (im Gegensatz etwa zum Tagebuch). Das Besondere dieser literarischen Form besteht zwischen Autor und Protoganisten. (Quelle Wikipedia)

Eine Biographie ist die Beschreibung des Lebens einer Person. Biographien können mündlich oder schriftlich die Lebensgeschichte eines Menschen nachzeichnen. Ein Sonderfall ist die vom Betreffenden selbst verfasste Autobiographie, eventuell mit Unterstützung eines Ghostwriters (Quelle Wikipedia)

Biographien haben für mich ihren Reiz, wenn diese von oder über eine (historische) Person geschrieben wurde. Meistens wähle ich dabei Personen aus, die mich wirklich interessieren.

Wenn mich die Person und/oder das Thema der Biographie interessiert, greife ich in der Regel danach. Viel fällt und steht für mich mit der Umsetzung der Biographien. Wenn dieses Werk individuell gefärbt ist, ist es genau das, was ich als Leserin erfahren möchte.

Bei Biographien ist der Erzählstil sehr wichtig, damit man gerade bei historischen Personen der Geschichte oder dem Leben der jeweiligen Person folgen möchte. Es sollte schon relativ sachlich und auch historisch korrekt sein, aber ebenfalls nicht langweilen. Unterhaltsame Anekdoten und die besondere Charakterisierung der Persönlichkeit runden das Ganze ab. Emotionen sollten gezeigt werden, Wahrheiten, Fehler und Schwierigkeiten der Person in ihrem Leben ehrlich dargestellt werden.

Wenn ein Autor über eine Person so schreiben kann, obwohl sie diese noch nie getroffen oder die Möglichkeit hatten, diese kennenzulernen, dies in realistischer Weise vermag, kann man die Biographie als gelungen bezeichnen.

(Auto)Biographien, die ich gelesen habe: (nicht in chronologischer Reihenfolge)

  • Elisabeth Kaiserin wider Willen von Brigitte Hamann Biographie ĂĽber Elisabeth „Sisi“
  • Rudolf, Kronprinz und Rebell von Brigitte Hamann Biographie ĂĽber Elisabeths Sohn
  • Anne Frank Tagebuch von Anne Frank (Autobiographie)
  • Robert Enke Ein allzu kurzes Leben von Ronald Reng
  • Campino, Sänger der toten Hosen Hope Street Wie ich beinahe einmal deutscher Meister wurde
  • Nicole Staudinger Von jetzt auf GlĂĽck
  • Samuel Koch Zwei Leben
  • Samuel Koch Rolle vorwärts
  • Anna Wimschneider (Herbstmilch)
  • Luigi Lucheni Ich bereue nichts Aufzeichnungen des Sisis-Moerders
  • Marie Valerie Das Tagebuch der Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth

Liest du gerne (Auto) Biographien? Wenn ja, von welchen Personen hast du schon Biographien gelesen?

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5 am Freitag

5 am Freitag #142 Legende

Es ist wieder Zeit fĂĽr…5 am Freitag #142 Legende

Vorschläge zur Umsetzung des Mottos:

  • *Biografien einer (menschlichen) Legende
  • *Legende im Titel
  • *Ein-e Legende/Sage/Märchen wird in einem Roman neu interpretiert.

1. Peter Pan Albtraum in Nimmerland von Christina Henry

Captain Hook erzählt seine Geschichte…

Du glaubst, meine Geschichte zu kennen… NatĂĽrlich, jeder kennt meine Geschichte, sie wird wieder und wieder erzählt. Aber sie entspricht nicht der Wahrheit. Denn Peter Pan lĂĽgt. Peter wird euch erzählen, dass ich der Bösewicht in seiner Geschichte bin, dass ich ihm Unrecht getan habe,dass ich niemals sein Freund war. Aber wie ich schon sagte, Peter lĂĽgt. Dies ist, was wirklich geschehen ist: Ich bin Peter Pan auf seine Insel gefolgt, weil er mir ewige Kindheit und unendlichen SpaĂź versprochen hat. Ich war sein erster und bester Freund auf der ganzen Welt und seine rechte Hand. Aber Peters Verständnis von SpaĂź ist genauso gefährlich wie ein Piratensaebel, und als ich das erkannte, wurde Nimmerland fĂĽr mich zum Alptraum.

2. Es war einmal in Hollywood von Quentin Tarantino

Der Film „Once upon a Time in Hollywood“ mit Leonardo DiCaprio und Brad Pitt in den Hauptrollen, war fĂĽr zehn Oscars nominiert. In seinem DebĂĽtroman „Es war einmal in Hollywood“ transformiert Quentin Tarantino die Geschichte um den Schauspieler Rock Dalton und sein Stuntdouble Cliff Booth in einen Abenteuerroman, der Seines Gleichen sucht.

3. Queen Elisabeth und die königliche Familie

Zur Feier des 95. Geburtstag von Queen Elisabeth II. zollt dieser Bildband der britischen Königin Tribut. Über 400 Abbildungen und Portraits präsentieren das aussergewöhnliche Leben von Queen Elisabeth und der britischen Königsfamilie.

4. Hape Kerkeling Pfoten vom Tisch

Seit seiner Kindheit ist Hape Kerkeling katzenverrueckt. Hape hat mehr als sein halbes Leben mit Katzen verbracht. Eine hinreißende und sehr persönliche Liebeserklärung an Katzen.

5. Gewitter im Kopf von Jan Zimmermann und Tom Lehmann

Jetzt das Buch des erfolgreichen YouTube Duos

Jan und Tim sind beste Freunde. Wie Jan und Tim sich kennenlernten, wie und warum ihr YouTube Kanal entstanden ist, wie ihr Alltag mit der Krankheit Tourette aussieht, und welche Schatten dieser Erfolg mit sich bringt, verrät dieses Buch.

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Lesemonat

Interview mit Bernd Schwarze, Autor von Mein Wille geschehe

Copyright Droemer Knaur Verlag
Rezension Mein Wille geschehe von Bernd Schwarze

Bernd Schwarze wurde 1961 in Lübeck geboren. Der promovierte evangelische Theologe arbeitet seit über zwanzig Jahren als Pastor in der St. Petri Kirche zu Lübeck. Für sein ausserordentliches Engagement in der Wissensvermittlung kuerte ihn die Universität zu Lübeck zum Ehrenbürger. Als Dozent unterrichtet er Theologie an der Musikhochschule Lübeck, und er veranstaltet Ringvorlesungen gemeinsam mit allen Hochschulen der Hansestadt. Die Idee zu diesem Kirchen-Krimi hat Pastor Bernd Schwarze zusammen mit Sebastian Fitzek entwickelt, mit dem er seit einer Lesung in seiner Kirche befreundet ist.

1.    Wie lange hat die Geschichte zu Mein Wille geschehe in ihnen geschlummert?

Schon viele Jahre, wenn auch anfangs nicht so konkret. Aber wenn man Tag für Tag mit so einzigartigen Kirchenräumen umgeht, wie wir sie in Lübeck haben, dann regt sich da etwas. Denn diese gotischen Kirchen muten irgendwie erhaben an, aber auch ein bisschen spooky. Vor allem, wenn man auch alle Gewölbe und Nebengelasse kennt oder mal eine ganze Nacht allein in so einem Raum verbringt. Irgendwann musste da einmal eine schlimme Geschichte passieren.

2.    Wer oder was hat Sie zum Schreiben bewogen?

Geschrieben habe ich immer schon gern: Songtexte, Gedichte, Weihnachtsgeschichten, philosophische Essays. Die Frage, wer mich zum Krimi-Schrieben bewogen hat, kann ich klar beantworten: Sebastian Fitzek, mit dem ich seit vielen Jahren befreundet bin. Eigentlich wollte ich ihm die Idee schmackhaft machen, mal einen Kirchenthriller zu schreiben. Dann haben wir gemeinsam ein bisschen an einer Story herumgesponnen. Am Ende sagte er: „Das Buch schreibst Du.“ Aber er hat mich nicht damit allein gelassen, sondern ich durfte ihn immer ansprechen, wenn ich mal nicht weiter wusste.

3.    Haben Sie viele Autorenfreunde?

Nein. Allerdings habe ich ganz viele große Autoren persönlich kennenlernen dürfen, denn in meiner Kulturkirche St. Petri zu Lübeck finden oft Lesungen statt. Ich habe mit Größen wie Günter Grass, Lars Gustafsson, Walter Jens oder Eva Menasse zusammenarbeiten dürfen. Als besonders inspirierend habe ich Gespräche mit Robert Gernhardt, Raoul Schrott und dem jungen Philosophen Markus Gabriel empfunden.

4.    Wie steht ihre Familie zum Schreiben?

Meine Frau hat da einiges ertragen mĂĽssen, vor allem weil ich immer nur im Urlaub Zeit fĂĽr meinen Roman gefunden habe. Aber sie hat mich groĂźartig unterstĂĽtzt, immer wieder neue Passagen kritisch gelesen und mir wichtige Tipps gegeben. Und unser Sohn und seine Freundin haben dem Erscheinen des Buchs richtig entgegen gefiebert. Als der Paketbote den Karton mit den ersten Exemplaren brachte, hat meine Familie gekreischt vor VergnĂĽgen.

5.    Schreiben Sie lieber gemeinsam oder alleine?

Ich halte es für einen Mythos, dass es wirklich möglich sei, gemeinsam zu schreiben. Die meisten Autorenpaare schaffen das nur mit einer strengen Arbeitsteilung. Zum Beispiel treibt die eine die Handlung voran, während sich der andere um das Innenleben der Hauptfiguren kümmert. Schreiben ist in den allermeisten Fällen – selbst wenn man nur durch eine Tür von den Lieben getrennt ist – eine recht einsame Tätigkeit.

6.    Wie wĂĽrden sie ihr aktuelles Buch beschreiben?

Darf ich mit meiner Antwort Ihre Leser ein bisschen herausfordern? Dann sage ich: „Mein Wille geschehe“ ist eine dekonstruktivistische Passionsgeschichte. Nicht erschrecken, bitte! Ich erkläre das. Meine Story, in der ein evangelischer Geistlicher auf Abwege gerät und zu einem Mörder wird, der auch noch von seiner Tat profitiert, funktioniert tatsächlich ein wenig wie eine biblische Erzählung. Und sie spielt in der Passionszeit, in den zwei Wochen vor dem Osterfest. Und ich „dekonstruiere“ die biblischen Motive von Schuld und Leid und Tod, indem ich sie verkleide und verfremde und auf die unterschiedlichen Charaktere verteile. Wer möchte, kann den Roman ganz rasch wie ein Stück Unterhaltungsliteratur verschlingen – und hat hoffentlich ein bisschen Spaß daran. Man kann aber auch tiefer einsteigen und eine recht tiefsinnige und nachdenkliche Geschichte darin entdecken.

Ich möchte mich recht herzlich bei Patricia Kessler (Pressereferentin Droemer Knaur Verlag) und Bernd Schwarze bedanken.

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Rezension

Rezension Mein Wille geschehe von Bernd Schwarze

Copyright Cover Droemer Knaur Verlag
  • Autor Bernd Schwarze
  • Verlag Knaur
  • Bernd Schwarze Pastor und Krimiautor in einer Person
  • Der Autor Bernd Schwarze ist promovierter evangelischer Theologe und als Pastor tätig.
  • Die Idee zu seinem Krimi-DebĂĽt entstand bei einem gemeinsamen Abendessen mit seinem Freund und Thrillerautor Sebastian Fitzek.

1961 in LĂĽbeck geboren, promovierte Bernd Schwarze in evangelischer Theologie. In seiner Heimatstadt arbeitet er seit ĂĽber 20 Jahren als Pastor in der Kulturkirche St. Petri zu LĂĽbeck. DarĂĽber hinaus ist er Dozent fĂĽr Theologie an der Musikhochschule LĂĽbeck und an Ringvorlesungen der LĂĽbecker Hochschulen beteiligt.

Copyright Droemer Knaur Verlag

Mein Wille geschehe von Bernd Schwarze

  • Roman, Knaur Verlag
  • Paperback, 384 Seiten
  • ISBN 978-3-426-52752-8
  • Erscheinungsdatum: 1. Juli 2021
  • Preis 14,99 €

Benedikt Theves, ein von Zweifeln erfüllter Pastor, tötet im Affekt ein Mitglied seiner Gemeinde. Bei seinem Opfer handelt es sich um einen gewalttätigen Ehemann, also ebenfalls nicht gerade ein Unschuldsengel. Nachdem er dem Pastor in der Sakristei ein abscheuliches Video zeigt, ist dieser ausser sich und erschlägt ihn mit dem Altarkreuz. Kurzerhand versteckt er die Leiche in der Krypta der Kirche.

Doch dann entfaltet sich in dem Pastor eine neue Energie, die ihn zu einem mitreißenden Prediger macht. Seine steigende Beliebtheit füllt schon bald die Kirche und auch die schöne Frau des Opfers zeigt zunehmend Interesse an ihm. Leider trifft das auch auf den ermittelnden Kommissar zu, der die Veränderung des Pastors misstrauisch verfolgt und ihn genau im Auge behält. Und zu guter Letzt lässt ihm auch sein Gewissen keine Ruhe, schließlich ist Mord eine Todsünde.

„Manchmal benutzt Gott das Böse in uns, um Gutes zu tun“.

In diesem Krimi geht es nicht nur mörderisch zu, sondern Bernd Schwarze legt mit seinem Debüt schwarzen Humor vor, welcher mit flotter Feder geschrieben ist.

Pastoren sind auch nur Menschen, die aus dem überforderten Geistlichen Benedikt Theves einen Theologen macht, der nun flammende Reden im Namen des Herrn hält. Das Geheimnis von Benedikt zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Das Denken und Handeln von ihm konnte ich sehr gut nachvollziehen, auch wenn mich manches überrascht hat.

Die Geschichte nimmt schon von Anfang an Fahrt auf, durch die Handlung kommt wirklich Spannung auf. Zudem liest sich der Schreibstil des Autors angenehm und flüssig. Dem Protoganisten Benedikt ist natürlich daran gelegen, dass der Mordfall weder entdeckt noch aufgeklärt wird. Im Mittelpunkt der Handlung stehen auch weitere Personen,wie die Frau des Opfers oder der ermittelnde Kommissar. Die Ereignisse spitzen sich weiter zu und Bernd Schwarze gelingt es, den Spannungsbogen zu halten. Das Ende fällt zwar etwas ab, aber Bernd Schwarze ist dennoch ein talentierter Autor. Hinzu kommt, dass es Bernd Schwarze religiöse und gesellschaftliche Themen einfließen zu lassen, ohne zu belehren oder gar zu langweilen.

Mein Wille geschehe ist ein überzeugender Krimi mit realitätsnahen Hauptfiguren und denen man ihre Handlungen sowie Entscheidungen durchaus abnimmt. Dieser Krimi besticht durch einen überzeugenden Plot und lebendige Figuren. Abgerundet wird er zudem noch durch ein Nachwort von Bernd Schwarze und Sebastian Fitzek.

Ich möchte mich recht herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Interview mit Sebastian Thiel

Interview mit Sebastian Thiel

(c) by Sebastian Roettges https://sebastian.roettges.fotograf.de

Autorenprofil: Sebastian Thiel wurde 1983 in Viersen geboren. Nach seiner Schulzeit beendete er im Jahr 2002 seine Ausbildung als Fachinformatiker. Schon seit frĂĽhester Kindheit war Sebastian Thiel von phantastischen Welten begeistert, versuchte bald eigene Welten zu entwickeln. Mittlerweile ist Sebastian Thiel freiberuflicher Autor. Sebastian Thiel

1. Wie wĂĽrdest du dich in 5 Worten beschreiben? Puh, so etwas ist immer schwierig. Ich versuche es mal mit Hilfsbereit, Loyal, Ungeduldig, ein kleiner „Monk“ und eine Prise buchverrĂĽckt.

2. Beschreibe dein aktuelles Buch! Als die Sturmflut vor Sylt ein altes Wikingerschiff anspuelt, trauen die Insulaner ihren Augen nicht. Kein guter Zeitpunkt fĂĽr Oberkommissarin Lene Cornelsen, um nach der Scheidung wieder in ihrer alten Heimat den Polizeidienst anzutreten. Nachdem das Wasser noch eine Leiche mit einem uralten Runenstein freigibt, ĂĽberschlagen sich die Ereignisse…

3. Mit welchem deiner Protoganisten möchtest du nicht auf einer einsamen Insel landen und warum nicht? Um ganz ehrlich zu sein – eigentlich wĂĽrde ich allen eine einsame Insel teilen. Ich versuche sie alle so interessant und tiefgrĂĽndig wie möglich zu gestalten, sodass ich wirklich viel Zeit mit jeden einzelnen verbringen möchte. Doch am liebsten mit „Barbara“ aus „Dornröschen auf Droge“.

4. Wenn du in eine Rolle deiner Protoganisten schlĂĽpfen könntest, welche wäre es und warum? Da einige meiner Protoganisten am Ende des Buches sterben, ist das manchmal leider schwierig. Tauschen wĂĽrde ich gerne mit „Andreas“, aus meinem Buch „Callcenter – Wer dranbleibt, hat verloren“. Er hat sein Leben nachher im Griff, trotz des ganzen Chaos um ihn herum.

5. Wenn du nicht schreiben könntest, wie wĂĽrdest du dich anderweitig kreativ ausleben? Als Kind wollte ich immer Archäologie studieren und Paläontologe werden – damals habe ich das selbstverständlich nicht so genannt, sondern wollte irgendetwas mit „Dinos“ machen. Mir ist klar, der Beruf ist kreativ sehr stark eingeschränkt, aber ich wĂĽrde wirklich mal an einer Ausgrabung beiwohnen und selbst etwas antikes, prähistorisches oder prähistorisches ausbuddeln.

6. Dein Autorenleben ist… bestimmt nicht so spannend, wie mancher denkt, aber wenn ganze Welten entstehen und ich sie zu Papier bringen darf, bin ich rundherum glĂĽcklich.

Ich möchte mich recht herzlich bei Sebastian Thiel bedanken, dass er sich die Zeit für meine Fragen genommen hat. Und ich kann euch seine Bücher ans Herz legen. Unter anderem Dornröschen auf Droge habe ich bereits hier auf meinem Blog rezensiert.