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Interview mit Bernd Schwarze, Autor von Mein Wille geschehe

Copyright Droemer Knaur Verlag
Rezension Mein Wille geschehe von Bernd Schwarze

Bernd Schwarze wurde 1961 in Lübeck geboren. Der promovierte evangelische Theologe arbeitet seit über zwanzig Jahren als Pastor in der St. Petri Kirche zu Lübeck. Für sein ausserordentliches Engagement in der Wissensvermittlung kuerte ihn die Universität zu Lübeck zum Ehrenbürger. Als Dozent unterrichtet er Theologie an der Musikhochschule Lübeck, und er veranstaltet Ringvorlesungen gemeinsam mit allen Hochschulen der Hansestadt. Die Idee zu diesem Kirchen-Krimi hat Pastor Bernd Schwarze zusammen mit Sebastian Fitzek entwickelt, mit dem er seit einer Lesung in seiner Kirche befreundet ist.

1.    Wie lange hat die Geschichte zu Mein Wille geschehe in ihnen geschlummert?

Schon viele Jahre, wenn auch anfangs nicht so konkret. Aber wenn man Tag für Tag mit so einzigartigen Kirchenräumen umgeht, wie wir sie in Lübeck haben, dann regt sich da etwas. Denn diese gotischen Kirchen muten irgendwie erhaben an, aber auch ein bisschen spooky. Vor allem, wenn man auch alle Gewölbe und Nebengelasse kennt oder mal eine ganze Nacht allein in so einem Raum verbringt. Irgendwann musste da einmal eine schlimme Geschichte passieren.

2.    Wer oder was hat Sie zum Schreiben bewogen?

Geschrieben habe ich immer schon gern: Songtexte, Gedichte, Weihnachtsgeschichten, philosophische Essays. Die Frage, wer mich zum Krimi-Schrieben bewogen hat, kann ich klar beantworten: Sebastian Fitzek, mit dem ich seit vielen Jahren befreundet bin. Eigentlich wollte ich ihm die Idee schmackhaft machen, mal einen Kirchenthriller zu schreiben. Dann haben wir gemeinsam ein bisschen an einer Story herumgesponnen. Am Ende sagte er: „Das Buch schreibst Du.“ Aber er hat mich nicht damit allein gelassen, sondern ich durfte ihn immer ansprechen, wenn ich mal nicht weiter wusste.

3.    Haben Sie viele Autorenfreunde?

Nein. Allerdings habe ich ganz viele große Autoren persönlich kennenlernen dürfen, denn in meiner Kulturkirche St. Petri zu Lübeck finden oft Lesungen statt. Ich habe mit Größen wie Günter Grass, Lars Gustafsson, Walter Jens oder Eva Menasse zusammenarbeiten dürfen. Als besonders inspirierend habe ich Gespräche mit Robert Gernhardt, Raoul Schrott und dem jungen Philosophen Markus Gabriel empfunden.

4.    Wie steht ihre Familie zum Schreiben?

Meine Frau hat da einiges ertragen mĂĽssen, vor allem weil ich immer nur im Urlaub Zeit fĂĽr meinen Roman gefunden habe. Aber sie hat mich groĂźartig unterstĂĽtzt, immer wieder neue Passagen kritisch gelesen und mir wichtige Tipps gegeben. Und unser Sohn und seine Freundin haben dem Erscheinen des Buchs richtig entgegen gefiebert. Als der Paketbote den Karton mit den ersten Exemplaren brachte, hat meine Familie gekreischt vor VergnĂĽgen.

5.    Schreiben Sie lieber gemeinsam oder alleine?

Ich halte es für einen Mythos, dass es wirklich möglich sei, gemeinsam zu schreiben. Die meisten Autorenpaare schaffen das nur mit einer strengen Arbeitsteilung. Zum Beispiel treibt die eine die Handlung voran, während sich der andere um das Innenleben der Hauptfiguren kümmert. Schreiben ist in den allermeisten Fällen – selbst wenn man nur durch eine Tür von den Lieben getrennt ist – eine recht einsame Tätigkeit.

6.    Wie wĂĽrden sie ihr aktuelles Buch beschreiben?

Darf ich mit meiner Antwort Ihre Leser ein bisschen herausfordern? Dann sage ich: „Mein Wille geschehe“ ist eine dekonstruktivistische Passionsgeschichte. Nicht erschrecken, bitte! Ich erkläre das. Meine Story, in der ein evangelischer Geistlicher auf Abwege gerät und zu einem Mörder wird, der auch noch von seiner Tat profitiert, funktioniert tatsächlich ein wenig wie eine biblische Erzählung. Und sie spielt in der Passionszeit, in den zwei Wochen vor dem Osterfest. Und ich „dekonstruiere“ die biblischen Motive von Schuld und Leid und Tod, indem ich sie verkleide und verfremde und auf die unterschiedlichen Charaktere verteile. Wer möchte, kann den Roman ganz rasch wie ein Stück Unterhaltungsliteratur verschlingen – und hat hoffentlich ein bisschen Spaß daran. Man kann aber auch tiefer einsteigen und eine recht tiefsinnige und nachdenkliche Geschichte darin entdecken.

Ich möchte mich recht herzlich bei Patricia Kessler (Pressereferentin Droemer Knaur Verlag) und Bernd Schwarze bedanken.

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Interview mit Sebastian Thiel

Interview mit Sebastian Thiel

(c) by Sebastian Roettges https://sebastian.roettges.fotograf.de

Autorenprofil: Sebastian Thiel wurde 1983 in Viersen geboren. Nach seiner Schulzeit beendete er im Jahr 2002 seine Ausbildung als Fachinformatiker. Schon seit frĂĽhester Kindheit war Sebastian Thiel von phantastischen Welten begeistert, versuchte bald eigene Welten zu entwickeln. Mittlerweile ist Sebastian Thiel freiberuflicher Autor. Sebastian Thiel

1. Wie wĂĽrdest du dich in 5 Worten beschreiben? Puh, so etwas ist immer schwierig. Ich versuche es mal mit Hilfsbereit, Loyal, Ungeduldig, ein kleiner „Monk“ und eine Prise buchverrĂĽckt.

2. Beschreibe dein aktuelles Buch! Als die Sturmflut vor Sylt ein altes Wikingerschiff anspuelt, trauen die Insulaner ihren Augen nicht. Kein guter Zeitpunkt fĂĽr Oberkommissarin Lene Cornelsen, um nach der Scheidung wieder in ihrer alten Heimat den Polizeidienst anzutreten. Nachdem das Wasser noch eine Leiche mit einem uralten Runenstein freigibt, ĂĽberschlagen sich die Ereignisse…

3. Mit welchem deiner Protoganisten möchtest du nicht auf einer einsamen Insel landen und warum nicht? Um ganz ehrlich zu sein – eigentlich wĂĽrde ich allen eine einsame Insel teilen. Ich versuche sie alle so interessant und tiefgrĂĽndig wie möglich zu gestalten, sodass ich wirklich viel Zeit mit jeden einzelnen verbringen möchte. Doch am liebsten mit „Barbara“ aus „Dornröschen auf Droge“.

4. Wenn du in eine Rolle deiner Protoganisten schlĂĽpfen könntest, welche wäre es und warum? Da einige meiner Protoganisten am Ende des Buches sterben, ist das manchmal leider schwierig. Tauschen wĂĽrde ich gerne mit „Andreas“, aus meinem Buch „Callcenter – Wer dranbleibt, hat verloren“. Er hat sein Leben nachher im Griff, trotz des ganzen Chaos um ihn herum.

5. Wenn du nicht schreiben könntest, wie wĂĽrdest du dich anderweitig kreativ ausleben? Als Kind wollte ich immer Archäologie studieren und Paläontologe werden – damals habe ich das selbstverständlich nicht so genannt, sondern wollte irgendetwas mit „Dinos“ machen. Mir ist klar, der Beruf ist kreativ sehr stark eingeschränkt, aber ich wĂĽrde wirklich mal an einer Ausgrabung beiwohnen und selbst etwas antikes, prähistorisches oder prähistorisches ausbuddeln.

6. Dein Autorenleben ist… bestimmt nicht so spannend, wie mancher denkt, aber wenn ganze Welten entstehen und ich sie zu Papier bringen darf, bin ich rundherum glĂĽcklich.

Ich möchte mich recht herzlich bei Sebastian Thiel bedanken, dass er sich die Zeit für meine Fragen genommen hat. Und ich kann euch seine Bücher ans Herz legen. Unter anderem Dornröschen auf Droge habe ich bereits hier auf meinem Blog rezensiert.

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Interview mit Sebastian Fitzek

Interview mit Sebastian Fitzek

Copyright Marcus Höhn

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor. Seit seinem Debüt Die Therapie (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in 36 Ländern und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Krimialliteratur und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau geehrt. Sebastian Fitzek lebt in Berlin (Quelle Vita Droemer Knaur Verlag)

1. Wird es eine Fortsetzung von Der Augensammler bzw. Der Augenjäger geben?

Eine sehr gute Frage, denn tatsächlich erscheint am 27. Oktober „Playlist“ und darin gibt es ein Wiederlesen (oder auch Wiederhören) mit Alina Gregoriev und Alexander Zorbach, den beiden Hauptfiguren als „Der Augensammler“ und „Der Augenjäger“. Es ist ein völlig eigenständiger Psychothriller, aber einige noch offenen Fragen aus den ersten beiden Bänden werden hier geklärt, so dass man auch sagen könnte, dass mit „Playlist“ endlich der Abschluss der Augensammler-Trilogie gekommen ist.

2. Wie bist du auf die Idee zu Der erste letzte Tag – Kein Thriller gekommen?

Ich hatte schon vor einigen Jahren die Grundidee, als ich in einem Flugzeug saĂź, und von meinem Fensterplatz aus sah, wie ein aufgeplatzter Koffer auf dem Förderband in den Untiefen des Flugzeugbauchs verschwand. Ich stellte mir die Frage, was ich wohl jetzt machen wĂĽrde, wäre ich der Besitzer dieses Koffers, so wie Livius im ersten Kapitel. In Berlin angekommen, setzte mich an den Schreibtisch, um ein GespĂĽr fĂĽr diese Idee zu bekommen und merkte sehr schnell, das wird diesmal eher etwas Lustiges. Zunächst  fand ich keinen weiteren Zugang zu der Idee. Im Lockdown spĂĽrte ich dann, dass es an der Zeit wäre, den Real-Time-Thriller, in dem wir alle leben, mit etwas Lustigem zu durchbrechen. Und so setzte ich mich wieder an die Arbeit und schrieb mich mit „Der erste letzte Tag“ regelrecht in einen Rausch.

3. Wird deine geplante Aktion zu deinem Thriller Der Heimweg noch nachgeholt?

Leider nein. Coronabedingt wurde die so häufig verschoben, dass mittlerweile jetzt schon neue Bücher herausgekommen sind und diese Aktion überhaupt nicht mehr aktuell ist. Ich verspreche aber, dass ich -sobald es wieder möglich ist- der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern auch auf ungewöhnlichen Wegen wieder stattfinden wird.

4. Wie sah deine Zusammenarbeit mit Vincent Kliesch bei der Auris Reihe aus?

Darüber könnte man einen eigenständigen Roman schreiben, denn wir haben über all die Jahre hinweg jetzt so viel Zeit miteinander verbracht, dass es mir schwer fällt, unsere Arbeit in einem einzigen (Ab-)Satz zusammenzufassen. Auf jeden Fall haben wir jede Menge Kaffee und Schokolade bei den gemeinsamen Brainstorming-Sessions verbraucht. Geschrieben hat Vincent die Romane eigenständig, hier habe ich nicht versucht, seinen eigenen, wie ich finde tollen Stil, zu verwässern.

5. Worum wird es in Playlist gehen?

In „Playlist“ geht es um Feline, ein verschwundenes 15-jähriges Mädchen. Niemand weiĂź, was mit ihr geschehen ist. Doch dann taucht plötzlich eine von ihr veränderte Playlist im Netz auf. Und der verzweifelt suchenden Mutter stellt sich die Frage: Will ihre Tochter mit der Auswahl der Songs einen Hinweis auf ihr Schicksal geben? Kann Feline mit Hilfe der Playlist gerettet werden?

Ich bedanke mich recht herzlich bei Sebastian Fitzek fĂĽr die Beantwortung meiner Fragen.

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Interview mit Michael Tsokos

Interview mit Michael Tsokos

Copyright Foto Björn Pauli

1. Was hat Sie bewogen, Rechtsmediziner zu werden?Im Studium gab es dieses eine Schlüsselerlebnis, kurz vor Ende des Studiums, als ich die Hauptvorlesung rechts Medizin besuchte und genau wusste, dass das das Fach in der Medizin ist, In dem ich arbeiten möchte.
2. Gibt es etwas, das Sie an ihrem Beruf weniger schätzen?An meinem Beruf als Rechtsmediziner schätze ich alles. An meiner Position als Direktor von drei rechtsmedizinischen Institutionen mag ich es nicht so sehr, dass ich mich natürlich auch mit vielen Verwaltungsangelegenheiten und kaufmännischen Dingen beschäftigen muss, die man im Medizinstudium eigentlich nicht lernt. Aber das bringt die Position nun einmal mit sich.

3. Könnten Sie sich vorstellen, nur als Autor tätig zu sein.Nein, das könnte ich nicht. Denn meine Bücher Leben von meiner Erfahrung und meiner täglichen Präsenz im SektionsSaal.


4. Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wenn Sie nicht Rechtsmediziner geworden wären. Archäologe

5. Was sind ihre größten Uraengste. Sie haben einmal erwähnt, dass sie nicht an ein Leben nach dem Tod glauben. Wodurch begründen Sie dies?Ich habe Angst, dass mir nahestehende Menschen schwer erkranken. Aber das hat wohl jeder und das ist nicht spezifisch für einen Rechtsmediziner. Ein Leben nach dem Tod, so wie es die Bibel verspricht halte ich für nicht existent, so wie ich alles, was mit dem Gott, von dem mir im Religions Unterricht in der Schule berichtet wurde, für nicht existent halte. Aus dem einfachen Grund: wenn es ein Gott gäbe, würde er niemals diese Dinge zu lassen, die Kindern angetan werden und die ich immer wieder sehen und erleben muss.
6. Welche Hobbys haben Sie und BĂĽcher von welchen Autoren lesen Sie gerne.Ich bin leidenschaftlicher Angler und Lost Places Besucher. Simon Becket lese ich gerne.

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Interview mit Vincent Kliesch

Interview mit Vincent Kliesch

Fotograf Thomas Duffé

Herzlichen Dank an Vincent Kliesch, dass er sich die Zeit nahm, meine Fragen zu beantworten.

Vincent Kliesch wurde 1974 in Berlin geboren, wo er bis heute lebt. Nach dem Abitur erlernte er zunächst den Beruf des Restaurantfachmann bevor er sich ab dem Jahr 2003 der 

Stand-Up-Comedy zuwandte. Nach Auftritten unter anderem in der Sat.1-Castingshow Star Search,  im

Quatsch Comedy Club und bei Nightwash wurde er später Moderator im Filmpark Babelsberg in Potsdam,  wo er bis 2018 regelmäßig tätig war.

Im Jahr 2010 veröffentlichte Kliesch den Roman Die Reinheit des Todes im MĂĽnchner Verlag Blanvalet, der zum Bestseller wurde. Die Reinheit des Todes wurde, mit dem Sprecher Uve Teschner, auch als Hör buchproduziert. Das Hörbuch wurde ebenfalls zum Bestseller. Es erreichte im Februar 2011 Platz eins der Hörbuchcharts von audible.de.

Im April 2011 erschien die Anthologie Berlin blutrot, an der insgesamt 16 Krimi- und Thrillerautoren mitgewirkt haben. Neben Vincent Kliesch, der die Kurzgeschichte Der Fremde beisteuerte, waren u. a. auch Sebastian Fitzek, Zoe Beck und Ulrike Bliefert beteiligt.

Ebenfalls im April 2011 veröffentlichte Vincent Kliesch den Roman Der Todeszauberer, erneut im Verlag Blanvalet. Der Thriller knĂĽpft inhaltlich an Die Reinheit des Todes an und bildet den zweiten Teil der Trilogie um den Ermittler Julius Kern und dessen Rivalen Tassilo Michaelis. Der Todeszauberer wurde ebenfalls zum Bestseller. Er belegte, wie zuvor bereits Die Reinheit des Todes, im August 2011 Platz 1 der Hörbuchcharts von audible.de.

Im Oktober 2011 erschien die Kurzgeschichtensammlung Weihnachtsglanz – 21 Bestseller-Autoren schreiben fĂĽr den guten Zweck als E-Book. Neben Autoren wie Andreas Eschbach, Dora Heldt oder Sarah Lark war auch Vincent Kliesch an der Anthologie beteiligt. Kliesch hat hierzu die bereits in Berlin blutrot veröffentlichte Kurzgeschichte Der Fremde in einer abgeänderten Weihnachtsfassung beigesteuert. Der Erlös dieser Anthologie ging an die Organisationen Writers in prison und Trauer Fuchsbau.

Im April 2012 erschien der Roman Der Prophet des Todes bei Blanvalet. Mit seinem dritten Thriller schlieĂźt Vincent Kliesch die Trilogie um seine Hauptfiguren Julius Kern und Tassilo Michaelis ab.

Im Juli 2013 veröffentlichte Vincent Kliesch seinen vierten Thriller Bis in den Tod hinein. Obwohl auch dieser Roman, wie bereits seine drei Vorgänger, im LKA Berlin spielt und eine Vielzahl bereits eingefĂĽhrter Nebenfiguren auftreten, ist die Hauptfigur darin nicht mehr Julius Kern, sondern der Rheingauer Hauptkommissar Severin Boesherz.

Im November 2014 veröffentlichte die Brigitte in Kooperation mit dem Hörbuchverlag Random House Audio die sechste Ausgabe der Sammlung Starke Stimmen, für die insgesamt zwölf deutsche Krimis und Thriller von prominenten Schauspielern als Hörbuch aufgenommen wurden. Die Reinheit des Todes ist in dieser Sammlung vertreten und wurde von dem Schauspieler Peter Lohmeyer gelesen. Diese CD-Version erschien zudem auch als Einzeltitel.

Im August 2015 erschien der Roman Im Augenblick des Todes. Er erzählt die Geschichte von Kommissar Severin Boesherz weiter.

Mit „Auris“ schrieb er 2019 den Roman zu einer Hörspiel-Idee seines Freundes Sebastian Fitzek. Der Thriller fĂĽhrte drei Wochen die SPIEGEL-Bestsellerliste an und hielt sich ĂĽber mehrere Monate in den Top 10. Das Hörspiel, das exklusiv bei audible.de erschien, stieg ebenfalls an die Spitze der Audible-Bestsellerliste. „Auris“ ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe vom Autoren-Duo Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek. Der zweite Teil der Reihe erschien im   FrĂĽhjahr 2020.

Werke

Jula und Hegel-Thriller

  • Auris (nach einer Idee von Sebastian Fitzek). Droemer, MĂĽnchen 2019, Gold im Hörbuch-Award
  • Die Frequenz des Todes. Auris (nach einer Idee von Sebastian Fitzek), Droemer, MĂĽnchen 2020

Julius-Kern-Reihe

  • Die Reinheit des Todes. Blanvalet Verlag, MĂĽnchen 2010,  Random House Audio Editionen (Starke Stimmen VI.), 2014, 
  • Der Todeszauberer. Blanvalet Verlag, MĂĽnchen 2011, 
  • Der Prophet des Todes. Blanvalet Verlag, MĂĽnchen 2012, 

Kommissar-Boesherz-Reihe

  • Bis in den Tod hinein. Blanvalet Verlag, MĂĽnchen 2013, 
  • Im Augenblick des Todes. Blanvalet Verlag, MĂĽnchen 2015, 

andere

  • Der Fremde (Kurzgeschichte). in Berlin blutrot, Kölnisch-PreuĂźische Lektoratsanstalt, Köln 2011, .
  • Gefährlich nah (Starke Stimmen VI. Die Krimis), Random House Audio Editionen, 2014

Quelle Wikipedia

1. Zu welcher Tageszeit schreibst du am liebsten?


Ich schreibe immer am Nachmittag. Da bin ich dann schon wach, habe was im Magen und kann mich einige Stunden am StĂĽck auf meinen Text konzentrieren. Um 18 Uhr ist dann in der Regel Feierabend.

2. Könntest du dir eine Zusammenarbeit mit Michael Tsokos für ein Buch vorstellen?
Vorstellen kann ich mir das schon, es ist aber in dieser Richtung nichts geplant. Im Gegenteil, nachdem die Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek so viele neue Leser auf meine BĂĽcher aufmerksam gemacht hat, arbeite ich gerade an meinem ersten neuen Thriller, der ohne Kooperation mit einem Kollegen entsteht.

3. Welche Freizeitaktivitäten bevorzugst du?
Ich trainiere sehr gern im Fitnessstudio. Das fehlt mir auch im Lockdown am meisten, denn Liegestütze im Wohnzimmer sind einfach nicht dasselbe. Ansonsten gehe ich gern in Restaurants, in denen ich Dinge essen kann, die ich davor noch gar nicht kannte. In Berlin ist die Auswahl da natürlich groß. Hoffentlich auch nach dem Lockdown noch …

4. Wird es eventuell eine Fortsetzung der Julius Kern bzw. Severin Boesherz Reihe geben? Oder in anderen Thrillern von dir auftauchen?
Dazu möchte ich jetzt mal ganz laut schweigen und mit einem dezenten HĂĽsteln darauf hinwiesen, dass es in „Todesrauschen – Auris 3“ am Ende eine Leseprobe zu meinem neuen Roman geben wird …

5. Von welchen anderen Thrillerautoren, abgesehen von Sebastian Fitzek, liest du deren BĂĽcher?
Meine größte Inspiration waren die Hannibal-Lector-Romane von Thomas Harris. Ohne diese Bücher würde ich heute vermutlich nicht Schriftsteller sein. Ansonsten lese ich eher Sachbücher, hauptsächlich zum Thema Sprache. Wo kommen Redewendungen her, welche Stilmittel gibt es in der Rhetorik, wie funktioniert Sprache, und was funktioniert nicht?

6. Siehst du Serien wie Twin Peaks etc?
Serien sehe ich gern! Sei es nutzlose Nostalgie im Stil von „Cobra Kai“ (Ja, Karate ist unter den Kids heute das ganz große Ding!), absurde Gewalt bei „Fargo“ oder ironischer Grusel bei „American Horror Story“. Da gibt es viel Gutes! „The Walking Dead“ habe ich jetzt aufgegeben. Die lieben ihre Schurken inzwischen viel zu sehr und wollen sich nicht von ihnen trennen. Dadurch bleibt die Befriedigung aus, dass das Böse letztlich verliert. Insgesamt geben sie sich auch zu sehr dem Defätismus hin. Mal davon abgesehen, dass es fast zehn Jahre nach der Apokalypse nun echt keine Zombies mehr geben dürfte. Aber okay, als Autor muss man halt manchmal die Spannung vor die Wahrscheinlichkeit setzen …

Fotos mit Genehmigung von Vincent Kliesch bzw. Thomas Duffé

Auf meinem Blog findet ihr Rezensionen zu den Auris Thrillern, der Julius Kern und Severin Boesherz Reihe.