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Booklover Challenge 2022 Lesemonat Rezension 2022

Rezension Kaffee und Zigaretten von Ferdinand von Schirarch

Ferdinand von Schirachs neues Buch »Kaffee und Zigaretten« verwebt autobiographische ErzĂ€hlungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzĂ€hlerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines berĂŒhren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prĂ€gende Erlebnisse und Begegnungen des ErzĂ€hlers, um flĂŒchtige Momente des GlĂŒcks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft ebenso wie um die großen Lebensthemen Ferdinand von Schirachs, um merkwĂŒrdige RechtsfĂ€lle und Begebenheiten, um die Idee des Rechts und die WĂŒrde des Menschen, um die Errungenschaften und das Erbe der AufklĂ€rung, das es zu bewahren gilt, und um das, was den Menschen erst eigentlich zum Menschen macht. In dieser Vielschichtigkeit und Bandbreite der erzĂ€hlerischen AnnĂ€herungen und Themen ist »Kaffee und Zigaretten« das persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs.

»Wir mĂŒssen verstehen, wie wir wurden, wer wir sind. Und was wir wieder verlieren können. Als sich unser Bewusstsein entwickelte, sprach ja nichts dafĂŒr, dass wir einmal nach anderen Prinzipien handeln wĂŒrden, als unsere Vorfahren. Aber wir gaben uns selbst Gesetze, wir erschufen eine Ethik, die nicht den StĂ€rkeren bevorzugt, sondern den SchwĂ€cheren schĂŒtzt. Das ist es, was uns im höchsten Sinn menschlich macht: die Achtung vor unserem Nebenmenschen.«

Quelle Goodreads