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Media Monday

Media Monday #524

1. Die Kinos öffnen wieder und ich habe es leider noch nicht geschafft.

2. Nachdem im vergangenen Jahr zig Filme verschoben worden sind, hoffe ich No Time to Die im Kino sehen zu können.

3. Es ist immer noch komisch, schließlich haben Theater immer noch teilweise nicht geöffnet.

4. Wie sich Autor*innen einem Thema nähern, hat mir bei Sebastian Fitzek und Rene Freund gefallen. In der erste letzte Tag bzw. das 14-Tage-Date geht es nicht nur um das Thema Corona. Ferner von Bernd Schwarze Mein Wille geschehe. Mir fällt auf Anhieb kein anderer Theologe ein, der selbst schon einmal einen Krimi geschrieben hat.

5. Ich glaube ja nicht, dass Corona leider nicht so schnell verschwunden wird. Obwohl so viele bereits vollständig geimpft sind. Zu denen ich auch gehöre.

6. Italien wäre jetzt nicht meine erste Wahl gewesen, aber es kommt nun einmal wie es kommt. Nach dem Ausscheiden der dänischen Mannschaft hatte ich auf die Engländer gehofft.

7. Zuletzt habe ich es gewagt mir die Doku Obduktion mit Michael Tsokos und Jan Josef Liefers anzusehen und das war interessant aber auch nichts für schwache Nerven, weil zwei Obduktionen von Anfang bis Ende gezeigt wurden. Ich lese aber gerne die Bücher von Michael Tsokos, sowohl seine Sachbücher als auch seine Thriller, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Ich habe Michael Tsokos schon einmal in einer Talkshow und einer anderen Doku gesehen. Mir gefällt an Michael Tsokos, wie sensibel er mit dem Thema Tod umgeht. Der Thriller Abgeschnitten, welchen er zusammen mit Sebastian Fitzek geschrieben hatte wurde fürs Kino verfilmt. In den Hauptrollen zu sehen sind Moritz Bleibtreu, Jasna Fritzi Bauer und Lars Eidinger.

Eine schöne Woche wünscht euch Martina ✍🏼

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Interview mit Sebastian Fitzek

Interview mit Sebastian Fitzek

Copyright Marcus Höhn

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor. Seit seinem Debüt Die Therapie (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in 36 Ländern und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Krimialliteratur und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau geehrt. Sebastian Fitzek lebt in Berlin (Quelle Vita Droemer Knaur Verlag)

1. Wird es eine Fortsetzung von Der Augensammler bzw. Der Augenjäger geben?

Eine sehr gute Frage, denn tatsächlich erscheint am 27. Oktober „Playlist“ und darin gibt es ein Wiederlesen (oder auch Wiederhören) mit Alina Gregoriev und Alexander Zorbach, den beiden Hauptfiguren als „Der Augensammler“ und „Der Augenjäger“. Es ist ein völlig eigenständiger Psychothriller, aber einige noch offenen Fragen aus den ersten beiden Bänden werden hier geklärt, so dass man auch sagen könnte, dass mit „Playlist“ endlich der Abschluss der Augensammler-Trilogie gekommen ist.

2. Wie bist du auf die Idee zu Der erste letzte Tag – Kein Thriller gekommen?

Ich hatte schon vor einigen Jahren die Grundidee, als ich in einem Flugzeug saĂź, und von meinem Fensterplatz aus sah, wie ein aufgeplatzter Koffer auf dem Förderband in den Untiefen des Flugzeugbauchs verschwand. Ich stellte mir die Frage, was ich wohl jetzt machen wĂĽrde, wäre ich der Besitzer dieses Koffers, so wie Livius im ersten Kapitel. In Berlin angekommen, setzte mich an den Schreibtisch, um ein GespĂĽr fĂĽr diese Idee zu bekommen und merkte sehr schnell, das wird diesmal eher etwas Lustiges. Zunächst  fand ich keinen weiteren Zugang zu der Idee. Im Lockdown spĂĽrte ich dann, dass es an der Zeit wäre, den Real-Time-Thriller, in dem wir alle leben, mit etwas Lustigem zu durchbrechen. Und so setzte ich mich wieder an die Arbeit und schrieb mich mit „Der erste letzte Tag“ regelrecht in einen Rausch.

3. Wird deine geplante Aktion zu deinem Thriller Der Heimweg noch nachgeholt?

Leider nein. Coronabedingt wurde die so häufig verschoben, dass mittlerweile jetzt schon neue Bücher herausgekommen sind und diese Aktion überhaupt nicht mehr aktuell ist. Ich verspreche aber, dass ich -sobald es wieder möglich ist- der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern auch auf ungewöhnlichen Wegen wieder stattfinden wird.

4. Wie sah deine Zusammenarbeit mit Vincent Kliesch bei der Auris Reihe aus?

Darüber könnte man einen eigenständigen Roman schreiben, denn wir haben über all die Jahre hinweg jetzt so viel Zeit miteinander verbracht, dass es mir schwer fällt, unsere Arbeit in einem einzigen (Ab-)Satz zusammenzufassen. Auf jeden Fall haben wir jede Menge Kaffee und Schokolade bei den gemeinsamen Brainstorming-Sessions verbraucht. Geschrieben hat Vincent die Romane eigenständig, hier habe ich nicht versucht, seinen eigenen, wie ich finde tollen Stil, zu verwässern.

5. Worum wird es in Playlist gehen?

In „Playlist“ geht es um Feline, ein verschwundenes 15-jähriges Mädchen. Niemand weiĂź, was mit ihr geschehen ist. Doch dann taucht plötzlich eine von ihr veränderte Playlist im Netz auf. Und der verzweifelt suchenden Mutter stellt sich die Frage: Will ihre Tochter mit der Auswahl der Songs einen Hinweis auf ihr Schicksal geben? Kann Feline mit Hilfe der Playlist gerettet werden?

Ich bedanke mich recht herzlich bei Sebastian Fitzek fĂĽr die Beantwortung meiner Fragen.

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Gemeinschaftsblogprojekt Mach Was Erinnerungen

Gemeinschaftsblogprojekt Mach was Erinnerungen Historischer Monat April

Foto Wikimedia Commons

Die Wiener Pestsäule ist ein denkmalgeschütztes Objekt in der Inneren Stadt. Die Dreifaltigkeiltssäule befindet sich am Graben (einem so benannten Straßenzug) in der Wiener Innenstadt. Die 21 m hohe barocke Pestsäule ist eines der markantesten plastischen Kunstwerk im Stadtgebiet.

Geschichte: 1679 wĂĽtete in Wien einer der letzten groĂźen Pestepidemien. Kaiser Leopold I. gelobte  die Errichtung einer Gnadensäule bei Beendigung der Pestepidemie. Die Wiener Pestsäule wurde in der ganzen Monarchie nachgeahmt und konnte 1693 geweiht werden.

Um sie vor indirekten Schäden zu schützen wurde sie im zweiten Weltkrieg eingemauert.

Die Wiener Pestsäule wurde während der Corona Krise eine zentrale Anlaufstelle für Bitten um einen glimpflichen Ausgang der Pandemie. Zahlreiche Kerzen, Kinderbilder und Gebetstexte wurden niedergelegt.

Bertha Zuckerkandl-Szeps, österreichische Schriftstellerin

Bertha Zuckerkandl-Szeps wurde als Berta Zuckerkandl am 13. April 1864 in Wien geboren. Sie war eine jüdische österreichische Schriftstellerin.

Berta Szeps wuchs als Tochter des liberalen Zeitungsverlegers Moritz Szeps und seiner Frau in Wien auf. Dieser leitete das neue Wiener Tagblatt. Berta wurde durch Hauslehrer unterrichtet. Als Begleiterin ihres Vaters nahm sie schon als Teenager an seinen Gesprächen teil.

Am 15. April 1886 heiratete Berta den damals als Universitätsprofessor in Graz tätigen Anatomen Emil Zuckerkandl und zog zu ihm nach Graz. Dieser erhielt 1888 eine Professur in Wien.

Berta Zuckerkandl führte bis 1938 einen literarische n Salon in Wien. Zunächst auf Wunsch ihres Mannes in einer angekauften Villa in Döbling. Im Palais Lieben-Auspitz beim Burgtheater, wo sich heute eine Gedenktafel befindet. In diesem Salon verkehrten unter anderem Gustav Klimt und Max Reinhardt. 1901 lernte Alma Mahler-Werfel Gustav Mahler kennen.

Zuckerkandls ältere Schwester Sophie (1862–1937) war mit Paul Clemenceau, dem Bruder des späteren französischen Ministerpräsidenten verheiratet. Berta lernte bei ihren häufigen Besuchen in Paris bei ihrer Schwester unter anderem Auguste Rodin und Maurice Ravel kennen. Hierdurch war Berta in den Bemühungen Kaiser Karl I. und seiner Gattin Zita um einen Seperatfrieden eingebunden (Sixtus-Affaere).

Berta arbeitete als Journalistin fĂĽr die Bereiche Theater und Kunst fĂĽr die Wiener Allgemeine Zeitung und das Neue Wiener Journal.

Als das Deutsche Reich 1938 Österreich anschloss, musste Berta Zuckerkandl als Jüdin fliehen. Der französische Autor Paul Geraldy half ihr bei der Flucht nach Paris. Im Frühjahr 1940 konnte sie zu ihrem Sohn Fritz nach Algier übersiedeln. Nach der Eroberung Algiers durch die Alliierten arbeite te sie bei einem Rundfunksender der Alliierten an Rundfunksendungen mit, in denen sie die Österreicher zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten auf. Die Ausreise in die USA gelang ihr nicht.

1945, bereits schwer erkrankt, kehrte Berta Zuckerkandl nach Paris zurĂĽck. Sie starb dort noch im selben Jahr am 16. Oktober. Das Grab von Berta Zuckerkandl befindet sich auf dem Friedhof Pere Lachaise.