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Rezension Tod in der Lagune

Ben Richter reist nach Venedig, um für sein zweites Buch einen ehemaligen Kunsträuber zu interviewen. Vorausschicken möchte ich, dass Ben Richter aus der Tanja Engel Reihe von Daniel Raifura kein Unbekannter ist. Es ist aber nicht zwingend, die Tanja Engel Krimis zu kennen, Tod in der Lagune lässt sich aber auch unabhängig davon lesen.

Ebenfalls kein Unbekannter ist sein Lebenspartner und Kommisar Michel Jäger bei der Essener Polizei, der für Tanja Engel so manche Fälle lösen durfte. Ich lese viele Krimis und mir ist nicht bekannt, dass es ein homosexuelles Ermittlerpaar gibt. Aber nicht nur das macht den Reiz dieses Krimis aus.

Ben Richter ist wie immer herrlich naiv und es wäre besser, wenn er des Öfteren die Ratschläge seines Lebenspartners befolgen würde. Als Ben sich mit dem ehemaligen Kunsträuber Sansovino trifft, ahnt er noch nicht, dass er in eine gefährliche Falle tappt.

Es ist der Schreibstil, der Tod in der Lagune ausmacht. Mit trockenem Humor gespickt, meint man, mit Ben Richter bei einem Glas Wein in Venedig zusammen zu sitzen. Auch bekommt man als Leser die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Venedig präsentiert, während Ben Richter quer durch Venedig gejagt wird.

Dieses führt dazu, dass Michel Jäger nicht mehr untätig in Essen herumsitzen mag. Seiine gutgemeinten Warnhinweise an Ben werden von diesem vollkommen ignoriert und bringt auch Michel in Gefahr.

Der Kunstraubfall, um den es in Tod in der Lagune geht, ist äußerst spannend. Ich konnte zwar die Auflösung erahnen, aber es wurden verschiedene Spuren gelegt.

Ben mit seiner ĂĽbereifrigen, aber naiven Art, brachte mich immer wieder zum Schmunzeln. Bei Tod in der Lagune ist also nicht nur Spannung, sondern auch SpaĂź garantiert.