Kategorien
Leseliste 2021 Lesemonat Rezension

Rezension Die Melodie der Schatten von Maria W. Peter

Copyright Cover Bastei LĂĽbbe Verlag

Schottland 1837: Die junge Fiona Hemington ist auf dem Weg zu ihrer Tante in den Highlands, als ihre Kutsche in einen Hinterhalt gerät. Halbtot vor Angst und Erschoepfung schlaegt sie sich bis zu einem abgelegenen Herrenhaus durch. Doch der Besitzer ist Fiona ebenso unheimlich wie das Gemauer.

Eine junge Frau auf der Flucht, ein Landstrich voller Mythen und Legenden und ein geheimnisvolles Herrenhaus. Ein Historischer Roman in der Tradition der Schauerliteratur – unheiml ich packend und atmosphärisch.

Mit einem berührenden sowie bildhaften Schreibstil hat mich die Autorin Maria W. Peter in eine faszinierende schottische Landschaft entführt. Dieser Roman bietet mehr als eine Liebesgeschichte vor historischen Kontext. Man erfährt viel über die Mythen Schottlands und seiner Bewohner. Auch wenn dieser Teil von Schottland sowie das Herrenhaus und dessen Besitzer Aidan rauh und schroff wirken, bleibt dennoch Platz für Romantik. Auch wenn Aidan zunächst seine wahren Gefühle und ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit vor Fiona verbirgt.

Bis zum überraschenden und unerwarteten Ende haben Fiona und Aidan einige Hürden sowie persönliche Schicksalschlaege zu ueberwinden, die beide sowohl aus ihrer Vergangenheit einholen bzw. in der Gegenwart zunächst vor anscheinend unlösbaren Aufgaben stellt.

Mit vereinten Kräften aber auch manchmal allein auf sich gestellt, packen Aidan und Fiona durch Überwindung dieser Prüfungen auch für ihre gemeinsame Zukunft an. Hierbei erhalten Aidan und Fiona Hilfen von unerwarteter Seite.

Eine Geschichte mit einer unglaublichen Story, die aber in ihrer unheimlichen Atmosphäre auch mit einer sensiblen aufkeimenden Gefühlswelt aufwarten kann. Ein sehr berührendes Lesevergnügen vor der Kulisse des Schottlands im 19. Jahrhundert. Dieser Roman wird durch eine Schottlandkarte, einem Glossar und einer Aufstellung der Protoganisten abgerundet.

Ich empfehle diesen historischen Roman allen Schottlandliebhabern. Ich wĂĽrde mir aber eine Fortsetzung der Geschichte von Aidan und Fiona wĂĽnschen.