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Lesemonat Rezension

Rezension Die Karte von Andreas Winkelmann

Copyright Cover Rowohlt Taschenbuch Verlag

Buchbeschreibung: Er gehört zu deinem Training wie die Schuhe und der Soundtrack. Dein Fitness Tracker, der deine Laufstrecke online teilt. Jeder weiß, wo du warst – und wieder sein wirst. Doch damit inspirierst du jemanden zu einem ganz besonderen Kunstwerk, den du besser nicht auf dich aufmerksam gemacht hĂ€ttest.

Er trackt deine Initialen in eine digitale Karte. Sein Zeichen, dass du die NĂ€chste sein wirst…

Lauf, so schnell du kannst – es wird dir nichts nĂŒtzen. Er erwartet dich.

Andreas Winkelmann schafft es immer wieder, mit aussergewöhnlichen Ideen alltÀgliche Situationen in Horrorszenarien zu verwandeln.

Den Beginn gestaltet Andreas Winkelmann mit einigen grausamen Taten, welche einige Fragen aufwerfen. Wie stehen ein ausgestochenes Auge, die Leiche einer Joggerin und ein abgeschnittener Unterschenkel im Zusammenhang?

Diese Fragen stellen sich auch die Ermittler Kerner und Oswald. Bei ihren Ermittlungen geht das RÀtselraten immer wieder in eine neue Runde. Da die Joggerin getötet wurde, weil sie ihre Laufstrecke auf Instagram geteilt hat. Im weiteren Verlauf ihrer Ermittlungen werden weitere Mitglieder dieser Laufgruppe ermordet, alle sind weiblich.

Nicht nur die Ereignisse ĂŒberschlagen sich, sondern auch der TĂ€ter kommt immer mal wieder selbst zu Wort. Dieses Buch war das erste, welches ich von Andreas Winkelmann gelesen habe. Da mir Die Karte ausgesprochen gut gefallen hat, werden sicherlich weitere von Andreas Winkelmann folgen. Dieser Thriller hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, denn Die Karte verspricht spannende Einblicke in die AbgrĂŒnde der Seele des WiederholungstĂ€ters.

Zum Autor: Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche AbgrĂŒnde abtaucht, ĂŒberquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.

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Cover Monday 2021 Lesemonat

Cover Monday Die Karte von Andreas Winkelmann

  • Taschenbuch
  • Seitenzahl 384
  • Erscheinungsdatum 15.06.2021
  • Sprache Deutsch
  • Verlag Rowohlt Taschenbuch
  • ISBN 978-3-499-00040-9
Copyright Cover Rowohlt Taschenbuch Verlag

Covertext:

Dein Fitness Tracker gehört zu deinem Training wie die Schuhe. Er teilt deine Laufstrecke online. Jeder weiß, wo du gewesen bist.

Doch damit hast du jemanden zu einem ganz besonderen Kunstwerk inspiriert. Er trackt deine Initialen in eine digitale Karte. Sein Zeichen, das du die NĂ€chste sein wirst…

Der neue Thriller des Bestsellerautors Andreas Winkelmann.

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Lesemonat

Mein Lesemonat Juli 2021

Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig 320 Seiten Zu lesen begonnen am 3. Juli, beendet am 6. Juli 2021.

Das Kind in mir will achtsam morden von Karsten Dusse 480 Seiten Zu lesen begonnen am 7. Juli 2021, beendet am 29. Juli 2021.

Professioneller Leser

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Lesemonat

Wie steht ihr zu dem Thema (Auto-) Biographien

Quelle Pexels

Eine Autobiographie ist die Beschreibung der eigenen Lebensgeschichte oder von Abschnitten derselben aus der Retroperspektive (im Gegensatz etwa zum Tagebuch). Das Besondere dieser literarischen Form besteht zwischen Autor und Protoganisten. (Quelle Wikipedia)

Eine Biographie ist die Beschreibung des Lebens einer Person. Biographien können mĂŒndlich oder schriftlich die Lebensgeschichte eines Menschen nachzeichnen. Ein Sonderfall ist die vom Betreffenden selbst verfasste Autobiographie, eventuell mit UnterstĂŒtzung eines Ghostwriters (Quelle Wikipedia)

Biographien haben fĂŒr mich ihren Reiz, wenn diese von oder ĂŒber eine (historische) Person geschrieben wurde. Meistens wĂ€hle ich dabei Personen aus, die mich wirklich interessieren.

Wenn mich die Person und/oder das Thema der Biographie interessiert, greife ich in der Regel danach. Viel fĂ€llt und steht fĂŒr mich mit der Umsetzung der Biographien. Wenn dieses Werk individuell gefĂ€rbt ist, ist es genau das, was ich als Leserin erfahren möchte.

Bei Biographien ist der ErzÀhlstil sehr wichtig, damit man gerade bei historischen Personen der Geschichte oder dem Leben der jeweiligen Person folgen möchte. Es sollte schon relativ sachlich und auch historisch korrekt sein, aber ebenfalls nicht langweilen. Unterhaltsame Anekdoten und die besondere Charakterisierung der Persönlichkeit runden das Ganze ab. Emotionen sollten gezeigt werden, Wahrheiten, Fehler und Schwierigkeiten der Person in ihrem Leben ehrlich dargestellt werden.

Wenn ein Autor ĂŒber eine Person so schreiben kann, obwohl sie diese noch nie getroffen oder die Möglichkeit hatten, diese kennenzulernen, dies in realistischer Weise vermag, kann man die Biographie als gelungen bezeichnen.

(Auto)Biographien, die ich gelesen habe: (nicht in chronologischer Reihenfolge)

  • Elisabeth Kaiserin wider Willen von Brigitte Hamann Biographie ĂŒber Elisabeth „Sisi“
  • Rudolf, Kronprinz und Rebell von Brigitte Hamann Biographie ĂŒber Elisabeths Sohn
  • Anne Frank Tagebuch von Anne Frank (Autobiographie)
  • Robert Enke Ein allzu kurzes Leben von Ronald Reng
  • Campino, SĂ€nger der toten Hosen Hope Street Wie ich beinahe einmal deutscher Meister wurde
  • Nicole Staudinger Von jetzt auf GlĂŒck
  • Samuel Koch Zwei Leben
  • Samuel Koch Rolle vorwĂ€rts
  • Anna Wimschneider (Herbstmilch)
  • Luigi Lucheni Ich bereue nichts Aufzeichnungen des Sisis-Moerders
  • Marie Valerie Das Tagebuch der Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth

Liest du gerne (Auto) Biographien? Wenn ja, von welchen Personen hast du schon Biographien gelesen?

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5 am Freitag

5 am Freitag #142 Legende

Es ist wieder Zeit fĂŒr…5 am Freitag #142 Legende

VorschlÀge zur Umsetzung des Mottos:

  • *Biografien einer (menschlichen) Legende
  • *Legende im Titel
  • *Ein-e Legende/Sage/MĂ€rchen wird in einem Roman neu interpretiert.

1. Peter Pan Albtraum in Nimmerland von Christina Henry

Captain Hook erzĂ€hlt seine Geschichte…

Du glaubst, meine Geschichte zu kennen… NatĂŒrlich, jeder kennt meine Geschichte, sie wird wieder und wieder erzĂ€hlt. Aber sie entspricht nicht der Wahrheit. Denn Peter Pan lĂŒgt. Peter wird euch erzĂ€hlen, dass ich der Bösewicht in seiner Geschichte bin, dass ich ihm Unrecht getan habe,dass ich niemals sein Freund war. Aber wie ich schon sagte, Peter lĂŒgt. Dies ist, was wirklich geschehen ist: Ich bin Peter Pan auf seine Insel gefolgt, weil er mir ewige Kindheit und unendlichen Spaß versprochen hat. Ich war sein erster und bester Freund auf der ganzen Welt und seine rechte Hand. Aber Peters VerstĂ€ndnis von Spaß ist genauso gefĂ€hrlich wie ein Piratensaebel, und als ich das erkannte, wurde Nimmerland fĂŒr mich zum Alptraum.

2. Es war einmal in Hollywood von Quentin Tarantino

Der Film „Once upon a Time in Hollywood“ mit Leonardo DiCaprio und Brad Pitt in den Hauptrollen, war fĂŒr zehn Oscars nominiert. In seinem DebĂŒtroman „Es war einmal in Hollywood“ transformiert Quentin Tarantino die Geschichte um den Schauspieler Rock Dalton und sein Stuntdouble Cliff Booth in einen Abenteuerroman, der Seines Gleichen sucht.

3. Queen Elisabeth und die königliche Familie

Zur Feier des 95. Geburtstag von Queen Elisabeth II. zollt dieser Bildband der britischen Königin Tribut. Über 400 Abbildungen und Portraits prĂ€sentieren das aussergewöhnliche Leben von Queen Elisabeth und der britischen Königsfamilie.

4. Hape Kerkeling Pfoten vom Tisch

Seit seiner Kindheit ist Hape Kerkeling katzenverrueckt. Hape hat mehr als sein halbes Leben mit Katzen verbracht. Eine hinreißende und sehr persönliche LiebeserklĂ€rung an Katzen.

5. Gewitter im Kopf von Jan Zimmermann und Tom Lehmann

Jetzt das Buch des erfolgreichen YouTube Duos

Jan und Tim sind beste Freunde. Wie Jan und Tim sich kennenlernten, wie und warum ihr YouTube Kanal entstanden ist, wie ihr Alltag mit der Krankheit Tourette aussieht, und welche Schatten dieser Erfolg mit sich bringt, verrÀt dieses Buch.

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Lesemonat

Interview mit Bernd Schwarze, Autor von Mein Wille geschehe

Copyright Droemer Knaur Verlag
Rezension Mein Wille geschehe von Bernd Schwarze

Bernd Schwarze wurde 1961 in LĂŒbeck geboren. Der promovierte evangelische Theologe arbeitet seit ĂŒber zwanzig Jahren als Pastor in der St. Petri Kirche zu LĂŒbeck. FĂŒr sein ausserordentliches Engagement in der Wissensvermittlung kuerte ihn die UniversitĂ€t zu LĂŒbeck zum EhrenbĂŒrger. Als Dozent unterrichtet er Theologie an der Musikhochschule LĂŒbeck, und er veranstaltet Ringvorlesungen gemeinsam mit allen Hochschulen der Hansestadt. Die Idee zu diesem Kirchen-Krimi hat Pastor Bernd Schwarze zusammen mit Sebastian Fitzek entwickelt, mit dem er seit einer Lesung in seiner Kirche befreundet ist.

1.    Wie lange hat die Geschichte zu Mein Wille geschehe in ihnen geschlummert?

Schon viele Jahre, wenn auch anfangs nicht so konkret. Aber wenn man Tag fĂŒr Tag mit so einzigartigen KirchenrĂ€umen umgeht, wie wir sie in LĂŒbeck haben, dann regt sich da etwas. Denn diese gotischen Kirchen muten irgendwie erhaben an, aber auch ein bisschen spooky. Vor allem, wenn man auch alle Gewölbe und Nebengelasse kennt oder mal eine ganze Nacht allein in so einem Raum verbringt. Irgendwann musste da einmal eine schlimme Geschichte passieren.

2.    Wer oder was hat Sie zum Schreiben bewogen?

Geschrieben habe ich immer schon gern: Songtexte, Gedichte, Weihnachtsgeschichten, philosophische Essays. Die Frage, wer mich zum Krimi-Schrieben bewogen hat, kann ich klar beantworten: Sebastian Fitzek, mit dem ich seit vielen Jahren befreundet bin. Eigentlich wollte ich ihm die Idee schmackhaft machen, mal einen Kirchenthriller zu schreiben. Dann haben wir gemeinsam ein bisschen an einer Story herumgesponnen. Am Ende sagte er: „Das Buch schreibst Du.“ Aber er hat mich nicht damit allein gelassen, sondern ich durfte ihn immer ansprechen, wenn ich mal nicht weiter wusste.

3.    Haben Sie viele Autorenfreunde?

Nein. Allerdings habe ich ganz viele große Autoren persönlich kennenlernen dĂŒrfen, denn in meiner Kulturkirche St. Petri zu LĂŒbeck finden oft Lesungen statt. Ich habe mit GrĂ¶ĂŸen wie GĂŒnter Grass, Lars Gustafsson, Walter Jens oder Eva Menasse zusammenarbeiten dĂŒrfen. Als besonders inspirierend habe ich GesprĂ€che mit Robert Gernhardt, Raoul Schrott und dem jungen Philosophen Markus Gabriel empfunden.

4.    Wie steht ihre Familie zum Schreiben?

Meine Frau hat da einiges ertragen mĂŒssen, vor allem weil ich immer nur im Urlaub Zeit fĂŒr meinen Roman gefunden habe. Aber sie hat mich großartig unterstĂŒtzt, immer wieder neue Passagen kritisch gelesen und mir wichtige Tipps gegeben. Und unser Sohn und seine Freundin haben dem Erscheinen des Buchs richtig entgegen gefiebert. Als der Paketbote den Karton mit den ersten Exemplaren brachte, hat meine Familie gekreischt vor VergnĂŒgen.

5.    Schreiben Sie lieber gemeinsam oder alleine?

Ich halte es fĂŒr einen Mythos, dass es wirklich möglich sei, gemeinsam zu schreiben. Die meisten Autorenpaare schaffen das nur mit einer strengen Arbeitsteilung. Zum Beispiel treibt die eine die Handlung voran, wĂ€hrend sich der andere um das Innenleben der Hauptfiguren kĂŒmmert. Schreiben ist in den allermeisten FĂ€llen – selbst wenn man nur durch eine TĂŒr von den Lieben getrennt ist – eine recht einsame TĂ€tigkeit.

6.    Wie wĂŒrden sie ihr aktuelles Buch beschreiben?

Darf ich mit meiner Antwort Ihre Leser ein bisschen herausfordern? Dann sage ich: „Mein Wille geschehe“ ist eine dekonstruktivistische Passionsgeschichte. Nicht erschrecken, bitte! Ich erklĂ€re das. Meine Story, in der ein evangelischer Geistlicher auf Abwege gerĂ€t und zu einem Mörder wird, der auch noch von seiner Tat profitiert, funktioniert tatsĂ€chlich ein wenig wie eine biblische ErzĂ€hlung. Und sie spielt in der Passionszeit, in den zwei Wochen vor dem Osterfest. Und ich „dekonstruiere“ die biblischen Motive von Schuld und Leid und Tod, indem ich sie verkleide und verfremde und auf die unterschiedlichen Charaktere verteile. Wer möchte, kann den Roman ganz rasch wie ein StĂŒck Unterhaltungsliteratur verschlingen – und hat hoffentlich ein bisschen Spaß daran. Man kann aber auch tiefer einsteigen und eine recht tiefsinnige und nachdenkliche Geschichte darin entdecken.

Ich möchte mich recht herzlich bei Patricia Kessler (Pressereferentin Droemer Knaur Verlag) und Bernd Schwarze bedanken.

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Gemeinsam lesen

Gemeinsam lesen #409

www.schlunzenbuecher.de/2021/07/gemeinsam-lesen-409.html?m=1

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Copyright Cover Droemer Knaur Verlag

Ich lese gerade Mein Wille geschehe von Bernd Schwarze und bin auf Seite 74.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Fluoxetin, Fluoxetin, Fluoxetin, hatte die Apothekerin in einer Art Singsang vor sich hin gemurmelt, wĂ€hrend sie auf ihrem Bildschirm am Verkaufstresen die VerfĂŒgbarkeit des Antidepressivums prĂŒfte.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, da es von Sebastian Fitzek empfohlen wurde. Die Idee zu diesem Krimi kam Bernd Schwarze bei einem gemeinsamen Abendessen mit Sebastian Fitzek.

4. Wo kaufst du dir deine BĂŒcher?

Ich kaufe meine BĂŒcher bei der Buchhandlung meines Vertrauens.

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Lesemonat

Mein Lesemonat Juni 2021

1. Eine Liebe zwischen den Fronten von Maria W. Peter

  • Zu lesen begonnen am 30. Mai 2021
  • Beendet am 3. Juni 2021
  • Taschenbuch 624 Seiten
  • Sprache Deutsch
  • Lesealter 16 Jahre und Ă€lter
  • Historischer Roman

2. Die Melodie der Schatten von Maria W. Peter

  • Zu lesen begonnen am 1. Juni
  • Beendet am 13. Juni 2021
  • Taschenbuch 672 Seiten
  • Sprache Deutsch
  • Lesealter 16 Jahre und Ă€lter
  • Historischer Roman

Von Ratlosen und Löwenherzen von Rebecca Gable

  • Zu lesen begonnen am 14. Juni 2021
  • Beendet am 23. Juni 2021
  • Taschenbuch 240 Seiten
  • Sprache Deutsch
  • Sachbuch

Das 14-Tage-Date von Rene Freund

  • Zu lesen begonnen am 24. Juni 2021
  • Beendet am 26. 2021
  • Sprache Deutsch
  • Gebundene Ausgabe 160 Seiten
  • Roman

Der Buchspazierer von Carsten Henn

  • Zu lesen begonnen am 26. Juni 2021
  • Beendet am 2. Juli 2021
  • Sprache Deutsch
  • Gebundene Ausgabe 224 Seiten
  • Roman

Professioneller Leser

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Allgemein

Wie du Schritt fĂŒr Schritt einen spannenden Thriller schreiben kannst đŸ“š

Der Thriller ist ein Literaturgenre, charakteristisch fĂŒr einen Thriller ist das Erzeugen einer Spannung wĂ€hrend des gesamten Handlungsablaufes. HĂ€ufig anzutreffen sind weitlĂ€ufige Spannungsboegen, CliffhĂ€nger und Red Herrings.

Wer einen Thriller schreiben möchte, sollte sich mit den Feinheiten dieses speziellen Genres vertraut machen. Typische Formen eines Thrillers sind Psychothriller oder auch Politthriller. Mittlerweile gibt es aber auch Thriller, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Als Autoren solcher Thriller nenne ich Michael Tsokos.

Meistens entsteht die Spannung bei einem Leser dadurch, dass er die ganze Zeit um den Helden der Geschichte bangen muss. HĂ€ufig gerĂ€t der Protoganist in gefĂ€hrliche Situationen, wo vieles, wenn nicht sogar alles fĂŒr ihn auf dem Spiel steht. Der Held beim Thriller schreiben muss so konstruiert sein, dass sich der Leser mit ihm identifizieren kann, will und möchte. Innere Konflikte, sympathische Macken und Werte machen einen sympathischen Helden aus.

Ein Thriller lebt von Konflikten. Der Protoganist hat ein besonderes Ziel, das ihm hĂ€ufig verwehrt wird. Und er scheitert immer wieder aufs Neue. Der Höhepunkt eines Thrillers ist meistens, wenn das Ziel des Erreichen fĂŒr den Helden fast unmöglich scheint, aber dann darf er es erreichen.Der Leser sollte sich stĂ€ndig fragen, ob der Held jemals sein Ziel erreichen kann. Dies lĂ€utet auch meist das Ende der Geschichte ein.

Spannung beim Thriller schreiben entsteht durch gute Szenen. Diese sollten mittendrin beginnen. Ausschweifende Beschreibungen, welche die Spannung nicht voranbringen, sollten vermieden werden. Da diese tödlich fĂŒr die Spannung sind. Ein Ausstieg aus einer Szene sollte ebenfalls rasant geschehen. FĂŒr den Leser sollten je mehr offene Fragen bleiben, damit er wissen will wie es weitergeht und ohne das Buch aus den HĂ€nden legen zu können.

Bei einem Thriller handelt es sich ferner um eine Geschichte, in der eine Person zufĂ€llig oder infolge von Intrigen in ein Spiel mit ĂŒbermĂ€chtigen Gegnern gerĂ€t. Ein gut gemachter Thriller zeichnet sich auch dadurch aus, dass er in zwei Teile gegliedert ist.

In der Regel wird die Hauptfigur im ersten Teil durch bestimmte UmstÀnde aus ihrer gewohnten Bahn geworfen. Weder der Leser noch die Hauptfigur wissen jedoch weshalb. Die Hauptfigur muss sich dann in der zweiten HÀlfte dann dem Spiel stellen. Der Thriller sollte dabei den Leser fesseln, dass dieser mit dem Helden mitzittert.

Der Spannungsbogen bleibt hierdurch nicht nur die ganze Zeit erhalten, sondern fĂŒhrt letztendlich zu einem Showdown. In diesem die Hauptfigur entweder gewinnt oder endgĂŒltig scheitert. Eine Variante des klassischen Thrillers sind Psychothriller, in denen auch Beides möglich ist. Also, dass die Hauptfigur am Ende der Geschichte gegen seinen Gegner gewinnt, aber auch inneren Konflikten scheitert.

Psychothriller beruhen zwar auf den gleichen Mustern, sind jedoch in der Regel direkter und persönlicher. Psychothriller spielen meistens in einem persönlichen Umfeld, dem der Leser sehr vertraut ist. Als Beispiel nenne ich Das Paket von Sebastian Fitzek, in dem die Hauptfigur ein Paket fĂŒr einen Mitbewohner in der Gegend annimmt, der ihr nicht bekannt ist.

Psychothriller erhalten ihre besondere Spannung durch ihr harmlos wirkendes Umfeld sowie die NÀhe der Leser zu ihrer Hauptfigur. Vom Grundprinzip Àhneln Thriller den Kriminalromanen. Die Unterschiede liegen in der Handlung. Die Hauptfigur in einem Thriller ist den moralischen, psychischen und physischen Einwirkungen seines Gegners ausgesetzt. Bei einem Thriller liegt nicht wie bei einem Kriminalroman der Auflösung des Falles, sondern dem Sieg oder auch der Niederlage des Helden.

Man sollte sich zunÀchst entscheiden, ob man einen klassischen Thriller oder einen Psychothriller schreiben möchte. Bei einem klassischen Thriller steht meistens die Beschreibung der Handlung im Vordergrund.

Bei einem Psychothriller hingegen sind die Hauptfiguren sowie ihre Psyche und Konflikte im Fokus der Geschichte. Diese entfalten sich auf einer emotionaler und geistigen Ebene. Diese Wahrnehmung stellt das zentrale Thema des Psychothriller dar. Die Hauptfigur versucht zu erkennen, was Wahrheit und was TĂ€uschung ist.

Man beginnt bei einem Thriller immer zunĂ€chst mit der Planung. Im Laufe der Planung wird zunĂ€chst die Handlung in einer kurzen Zusammenfassung festgelegt. Dies wird als Exposee bezeichnet. Anhand dieses ExposĂ©s werden im nĂ€chsten Schritt die Figuren des Thrillers angelegt. Wichtig hierbei ist, die Charaktere möglichst genau zu beschreiben. Beispielsweise mit Namen, Beruf, StĂ€rken und SchwĂ€chen sowie Familie, Vergangenheit und HintergrĂŒnden. Man sollte die Personen möglichst vielschichtig anlegen. Sowohl die Hauptfigur ist nie nur labil, sondern auch der böse Gegenspieler hat sympathische Eigenschaften.

Zudem ist es ratsam, Kurzzusammenfassungen der einzelnen Kapitel zu erstellen. In diesen Zusammenfassungen kann der Autor notieren, was in den jeweiligen Kapiteln geschieht, aus welcher Perspektive das Kapitel erzĂ€hlt wird und welche ZeitabstĂ€nde in dem Kapitel beschrieben wird. FĂŒr den Autor wird es auf diese Weise einfacher, den Spannungsbogen aufzubauen und bis zum finalen Showdown zu halten.

Der Autor sollte neben dieser grundlegenden Anleitung, der einen Thriller schreiben möchte, die wesentlichen Tipps zum Erzeugen von Spannungsboegen kennen und das notwendige Handwerkszeug dazu erlernen.

Zu den klassischen Hilfsmitteln gehören Cliffhanger und Red Herrings. Ein Cliffhanger ist das Fragen offen lassende Ende eines ErzĂ€hlwerkes. Als Red Herring bezeichnet man eine Redewendung, die in die Irre fĂŒhren soll. Die eigentliche Spannung wird als Tension bezeichnet. Diese gliedert sich in die drei unterschiedlichen Spannungstypen Surprise, Suspense und Mystery. Beim Schreiben werden diese in der Regel jedoch miteinander verbunden.

Surprise meint den Überraschungsmoment, Suspence steht fĂŒr einen Spannungsbogen und Mystery beschreibt eine unterschwellige Spannung.

Bei allen Stilmitteln, die der Autor einsetzt, sollte die Story so realistisch wie möglich bleiben. Dem Leser fesselt in der Regel der Bezug zur RealitÀt in einem Thriller am meisten

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Leseliste 2021 Lesemonat Rezension

Rezension Die Melodie der Schatten von Maria W. Peter

Copyright Cover Bastei LĂŒbbe Verlag

Schottland 1837: Die junge Fiona Hemington ist auf dem Weg zu ihrer Tante in den Highlands, als ihre Kutsche in einen Hinterhalt gerÀt. Halbtot vor Angst und Erschoepfung schlaegt sie sich bis zu einem abgelegenen Herrenhaus durch. Doch der Besitzer ist Fiona ebenso unheimlich wie das Gemauer.

Eine junge Frau auf der Flucht, ein Landstrich voller Mythen und Legenden und ein geheimnisvolles Herrenhaus. Ein Historischer Roman in der Tradition der Schauerliteratur – unheiml ich packend und atmosphĂ€risch.

Mit einem berĂŒhrenden sowie bildhaften Schreibstil hat mich die Autorin Maria W. Peter in eine faszinierende schottische Landschaft entfĂŒhrt. Dieser Roman bietet mehr als eine Liebesgeschichte vor historischen Kontext. Man erfĂ€hrt viel ĂŒber die Mythen Schottlands und seiner Bewohner. Auch wenn dieser Teil von Schottland sowie das Herrenhaus und dessen Besitzer Aidan rauh und schroff wirken, bleibt dennoch Platz fĂŒr Romantik. Auch wenn Aidan zunĂ€chst seine wahren GefĂŒhle und ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit vor Fiona verbirgt.

Bis zum ĂŒberraschenden und unerwarteten Ende haben Fiona und Aidan einige HĂŒrden sowie persönliche Schicksalschlaege zu ueberwinden, die beide sowohl aus ihrer Vergangenheit einholen bzw. in der Gegenwart zunĂ€chst vor anscheinend unlösbaren Aufgaben stellt.

Mit vereinten KrĂ€ften aber auch manchmal allein auf sich gestellt, packen Aidan und Fiona durch Überwindung dieser PrĂŒfungen auch fĂŒr ihre gemeinsame Zukunft an. Hierbei erhalten Aidan und Fiona Hilfen von unerwarteter Seite.

Eine Geschichte mit einer unglaublichen Story, die aber in ihrer unheimlichen AtmosphĂ€re auch mit einer sensiblen aufkeimenden GefĂŒhlswelt aufwarten kann. Ein sehr berĂŒhrendes LesevergnĂŒgen vor der Kulisse des Schottlands im 19. Jahrhundert. Dieser Roman wird durch eine Schottlandkarte, einem Glossar und einer Aufstellung der Protoganisten abgerundet.

Ich empfehle diesen historischen Roman allen Schottlandliebhabern. Ich wĂŒrde mir aber eine Fortsetzung der Geschichte von Aidan und Fiona wĂŒnschen.