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Roman Der Faenger im Roggen von Jerome D. Salinger

Der 16. Juli ist der 197. Tag des gregorianischen Kalenders und somit verbleiben noch 168 Tage bis zum Jahresende.

Der Roman der Faenger im Roggen (Catcher in the Rye) des US- Amerikanischen Schriftstellers Jerome D. Salinger erscheint am 16. Juli 1956. Innerhalb von zehn Jahren wird dieser Roman über drei Millionen Mal verkauft.

Der weltweit erfolgreich Roman Der Faenger im Roggen (Catcher in the Rye) des amerikanischen Autors J. D. Salinger beschreibt drei Tage des sich zuspitzenden Lebens des 16-jaehrigen Erzählers Holden Caulfield. Das Buch gilt als einer der bedeutendsten Vorläufer der amerikanischen Young Adult Fiction und machte seinen Autor Salinger weltberühmt. Dieser blieb aber sein einzig veröffentlichter Roman.

Das Gedicht Comin through the Rye (1782) des schottischen Lyriker Roberts Burns, das auch zu einem Kinderlied wurde, war die Grundlage des Titels dieses Romans. Salingers Protoganist Holden Caulfield missversteht den Refrain des Gedichtes ‚Gin a body, catch a body, comin’through the Rye (Falls jemand jemanden trifft, der durch den Roggen geht) als „Gin a body catch a body, Comin through the Rye (Falls jemand jemanden fängt, der durch den Roggen geht). Holden Caulfield stellt sich dabei vor, dass er am Rande einer steilen Klippe eines Roggenfeldes steht und er bewahre die arglos darin spielenden Kinder vor einem Absturz von dieser Klippe.

Der 16-jaehrige Ich-Erzähler Holden Caulfield dieses Romans befindet sich zur Zeit seiner Aufzeichnungen zur Erholung und psychiatrischen Behandlung in einem Sanatorium und hält Rückschau auf den Irrsinn, der ihm letztes Jahr an Weihnachten passiert ist.

Holden Caulfield wird in der Handlung dieses Romans nach einem Schulverweis wegen schlechter Leistungen kurz vor Beginn der Weihnachtsferien von der Schule verwiesen und verlässt diese vorzeitig, um den oberflächigen, selbstdarstellerischen Darstellungen seiner Kameraden und der Schulgesellschaft zu entfliehen. Aus Angst vor der Reaktion seiner hysterisch-nervoesen Mutter und seines beruflich erfolgreichen Vaters, traut sich Holden Caulfield nicht sofort nach Hause, sondern irrt drei Tage lang auf der Suche nach menschlicher Nähe und einer Zukunftsperspektive durch Manhattan. Die Schilderung des Samstags als einer der drei Tage nimmt etwa die Hälfte des Buches ein und trägt die Widmung „Für meine Mutter“.

Interpretiert wurde der Faenger im Roggen auf verschiedenen Ebenen. Durch Salingers Hauptfigur Holden Caulfield wird die verlogene amerikanische Gesellschaft der 1940- und 1950 Jahre sowie die negativen Seiten des American Way of Life kritisiert.

Der Roman wurde aber auch von anderen Kritikern und Wissenschaftlern vor allem auf einer moralischen Ebene interpretiert und konzentriert sich dabei auf die Analyse der teils metaphorisch geäußerten Gefühle und Überzeugungen des Protagonisten.

Der psychologische Aspekt des Heranwachsens und Erwachsenwerdens bietet als dritter Interpretationsansatz die innere Wandlung von Holden Caulfield.

An US- Amerikanischen Universitäten wurde im Rahmen der interdisziplinären Gender Studies eine Queer Theorie entwickelt. Der Konflikt mit den gesellschaftlichen Sexualnorminierungen und die Unsicherheit über die eigene geschlechtliche (Nicht)-Identitaet wird in den Mittelpunkt gestellt, hinterfragt kritisch das Unbehagen des Ich-Erzählers hinsichtlich seiner Sexualität (englisch Gender Trouble) und versucht auch die Reaktion einer empörten oder verunsicherten Leserschaft in den Jahren 1950 bis heute mit einzubeziehen.

Jerome David Salinger wurde am 1. Januar 1919 in New York geboren. Der Familienname Salinger geht auf Solomon zurück und sein Vater Solomon Salinger kam aus einer jüdischen Familie litauischer Abstammung, die in New York koscheren Käse verkaufte. Salingers Vater war zuvor Rabbiner in einer Synagoge in Louisville, Kentucky, gewesen. Seine Mutter Marie (geborene Jillich) stammte aus Atlantic, Iowa und hatte schottische, deutsche und irische Vorfahren. Sie änderte ihren Namen zu Miriam und sah sich nach der Heirat mit Solom Salinger als Jüdin. Doris war seine einzige Schwester und J. D. Salinger wusste bis zu seiner Bar Mitzwa nicht, dass seine Mutter nicht jüdischer Abstammung war.Neben seinem Roman Der Faenger im Roggen erschien eine Reihe über die fiktive Familie Glass. Ab dem Jahr 1960 publizierte Salinger nicht mehr und verstarb am 19. Januar 2010 in Cornish, New Hampshire.

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